Neue Freie Presse
Morgenblatt
Nr. 1928. Wien, Dienstag, den 11. Januar 1870
0004Ed. H. Das bedeutendste musikalische Ereigniß — nicht
0005blos des Tages oder der Woche — ist die Eröffnung des
0006neuen Musikvereins-Gebäude nächst der Ringstraße . Nachdem
0007am 5. Januar die feierliche Schlußsteinlegung begangen war,
0008trat schon am folgenden Tage das neue Gebäude in Activität
0009mit dem ersten „Gesellschaftsconcerte“. Welch erhebendes Musik-
0010fest! Die Befriedigung künstlerischen und patriotischen Stolzes
0011flog leuchtend über alle Mienen, hier ausbrechend im Froh-
0012gefühle lauter Bewunderung, dort nicht schwächer, nur milder
0013in dankbarer Rührung. Der Tag wird jedem der Anwesenden
0014unvergeßlich bleiben, und es schadet dieser Erinnerung nicht,
0015daß man sich diesmal mehr dem Schauen hingab, als dem
0016Hören. Die wundervolle Harmonie der Architektur übte an
0017dem Tage noch größere Macht über die Versammlung, als
0018die Harmonie der Musik. „Wie schön, wie prachtvoll!“ hörte
0019man ringsum, und jeder Nachbar wurde zum Echo dieses
0020Ausrufes. Die Schönheiten des neuen Gebäudes von Innen
0021und Außen sind bereits von kundigerer Hand beschrieben. Ich
0022bin zu sehr Laie in der Architektur, als daß ich mich unter-
0023stehen sollte, Meister Hansen zu rühmen; mein Lob wäre
0024kaum ein Sandkorn zu dem stolzen Ruhmeshügel, den das
0025Urtheil der Kenner wie der Genießenden dem gefeierten Bau-
0026künstler errichtet hat. Der Gedanke, daß hingegen auch ein
0027mir aufsteigendes Bedenken nur das gleiche unschädliche Ge-
0028wicht habe, ermuthigt mich zur unbefangensten Aussprache rein
0029subjectiven Eindruckes. Prachtvoll und blendend ist der neue
0030Saal wie kein zweiter; der glänzendste in Wien und wol weit
0031darüber hinaus. Ob er jedoch nicht zu glänzend und pracht-
0032voll sei für einen Concertsaal, darüber konnte ich mich
0033nicht ganz beruhigen. Von allen Seiten quellen uns Gold und
0034Farben entgegen; das Auge, in unsteter Bewunderung all die-
0035ser bunten Gemälde, reichen Ornamente, goldenen Figuren
0036u. s. w., vermißt den ernsten, ruhigen Grundton. Der Ein-
0037druck ist überwiegend der eines pompösen Ballsaales, einer
0038Arena des Tanzes und der rauschenden Fröhlichkeit. Eine
0039Stätte classischer Musik, dem Cultus des geistigsten, abstrac-
0040testen aller Sinne geweiht, sollte die musikalische Einkehr des
0041Hörers, dieses gesammelte, innerlich mitarbeitende Genießen
0042nicht allzusehr zerstreuen durch luxuriöse Pracht der Wände.
0043Der Musikvereinssaal wirkt durch Aufgebot von Gold und
0044Farben blendender als der Zuschauerraum des neuen Opern-
0045hauses, in welchem der decorative Schmuck sich auf viel grö-
0046ßere Dimensionen vertheilt und dessen künstlerische Bestimmung
0047überdies eine buntere, luxuriösere Ausschmückung als die eines
0048Concertsaales rechtfertigen würde. Der Engländer verwendet
0049selbst in seinen stattlichsten Concertsälen sehr wenig auf deco-
0050rativen Luxus, um so mehr auf die Größe der Dimensionen,
0051welche auch unbemittelten Hörern den Genuß guter Musik er-
0052möglicht. Man denke an St. James-Hall und Exeter-Hall in
0053London . Durch die goldenen Hermen zu beiden Seiten des
0054Parterres geht viel Raum verloren und erscheint der Saal
0055überdies kleiner, als er thatsächlich ist. Eine vollständig um
0056den Saal laufende zweite Galerie wäre vom prak-
0057tischen Gesichtspunkte um so wünschenswerther, als das
0058„Stehparterre“ eine sehr geringe Zuhörerzahl faßt. (Ein
0059Stehparterre ist, nebenbei gesagt, an und für sich eine
0060Barbarei, im Concerte wie in der Oper.) Im allgemeinen
0061Interesse mußte man wünschen, daß noch ein billigerer Platz
0062als zu Einem Gulden in diesem Prachtsaale angebracht wäre,
0063was bei der gegenwärtigen Disposition nicht thunlich ist. Man
0064schien eben äußere Schönheit und Eleganz vor Allem anzu-
0065streben, und diese Vorzüge besitzt Hansen ’s Saal in hohem
0066Grade. Er besitzt noch einen anderen, musikalisch wichtigeren:
0067eine gute Akustik. Obwol man an jede fremde Akustik sich im-
0068mer erst einigermaßen gewöhnen muß, fand die Klangwirkung
0069des ersten Concertes allgemeines Lob. Das ist ein gutes Zei-
0070chen. Der Saal gibt den Ton mit großer Kraft ohne Echo
0071zurück; man wird, besondere Anlässe ausgenommen, keine allzu
0072starke Orchester-Besetzung nöthig haben. Am schönsten entfaltete
0073sich der Klang der Singstimmen, er wirkte bezaubernd in dem
0074Schubert ’schen Chore: „Der Friede sei mit euch .“ Im Orchester
0075läßt der Ton der Violinen wie der Bläser kaum etwas zu wünschen;
0076nur die Celli und Bässe wurden in den tieferen Lagen und
0077in figurirten Stellen nicht recht deutlich, womit keineswegs
0078der dreimalige Bajonnet-Angriff der Contrabässe in dem
0079Scherzo der C-moll-Symphonie gemeint sein soll — eine Stelle,
0080die, von zwölf Bässen gespielt, in keinem Saale der Welt
0081deutlich werden kann. Da muß von jeher die Einbildungs-
0082kraft und das mitsingende Gedächtniß im Hörer ein wenig
0083nachhelfen. Akustische Vortheile sind überwiegend Sache der
0084Erfahrung und des Experimentes, man wird ohne Zweifel
0085auch im neuen Saale noch auf manche Verbesserung gerathen
0086durch Versuche mit veränderter Aufstellung u. dgl. Jedenfalls
0087wünschten wir aber eine höhere Stellung des Orchesters und
0088der Sänger, nicht blos im (wahrscheinlichen) Interesse des
0089Klanges, sondern ebensosehr des Anblickes, der ganzen äuße-
0090ren Erscheinung. Das Orchester präsentirt sich auf seiner ge-
0091genwärtigen mäßigen Erhöhung zu wenig getrennt vom Audi-
0092torium, zu wenig emporragend. Im Concertsaale soll das
0093Orchester förmlich die Bühne repräsentiren — eine Bühne, auf
0094welcher auch die entfernter Sitzenden die ganze Figur wenig-
0095stens der Solospieler und Sänger sehen können. In der Oper
0096gestaltet sich das Verhältniß ganz anders; da ist der scenische
0097Vorgang so sehr das Wichtigste, daß der Anblick all der bla-
0098senden und geigenden Orchesterspieler nur störend wirkt; so
0099störend, daß lediglich die Gewohnheit ihn erträglich macht
0100und er dies zu sein aufhört, sobald wir den richtigen Gegen-
0101satz aus eigener Anschauung kennen gelernt haben, wie in der
0102München er Oper. Mit der Tieferlegung des Opern-Orchesters [2]
0103hat die München er Theater-Direction eine so echt künstlerische
0104Idee durchgeführt, ein so preiswürdiges Beispiel gegeben,
0105daß ihr alle „ Rheingold “-Sünden dafür verziehen sind.
0106Das „Rheingold “ ist vergangen, aber das vertiefte Orchester
0107ist geblieben, nicht blos im Dienste Wagner ’scher Musik, son-
0108dern zum höchsten Vortheil aller dramatischen Werke. Nur
0109im München er Opernhause wird dem Zuschauer die volle
0110Illusion, weil er über die unsichtbaren Orchesterspieler hinweg
0111ungestört die ganze Bühne überblickt; nur dort wird dem
0112Sänger der ihm in der Oper gebührende Vorrang vor dem
0113Orchester, der Sieg über den modernen Instrumentenlärm.
0114Nach dem Verschwinden des „Rheingold “ vom München er Re-
0115pertoire wurde zwar in einige Zeitungen die Nachricht ge-
0116schwärzt, man habe das Orchester wieder „hoch zu Roß“ auf
0117sein ehemaliges Podium erhoben; sie ist, wie mir ein Brief
0118des Capellmeisters Wüllner versichert, vollständig irrig.
0119Wahrscheinlich ging dieser Fühler von selbstgefälligen Orchester-
0120mitgliedern aus, welche um jeden Preis gesehen sein wollen
0121— ein begreifliches, aber keineswegs rühmliches Motiv, wel-
0122ches sich allenthalben dieser trefflichen Reform entgegenstemmt.
0123Wir werden jeden Operndirector beglückwünschen, der hinrei-
0124chende Einsicht und Autorität besitzt, diese kleinliche Opposition
0125zu besiegen. Nur scheinbar sind wir vom neuen Musikver-
0126einssaale abgekommen, in welchem wir dem Orchester, als dem
0127rechtmäßigen Herrn der Situation, auch äußerlich einen her-
0128vorragenden Platz vindiciren möchten.
0129Das Programm des Eröffnungsconcertes ging von dem
0130Grundgedanken einer Repräsentation jener großen Meister aus,
0131welche durch Geburt oder Ansässigkeit ein theurer Besitz Wien’s
0132geworden: Haydn , Mozart , Beethoven und Schubert . Nur
0133mit Einer Nummer (Adagio für Violine von Seb. Bach)
0134entfernte man sich, wahrscheinlich Herrn Hellmesberger zu-
0135liebe, von diesem Principe; der Platz hatte an dem Tage
0136jedenfalls Gluck gebührt. Die Ausführung glänzte durch
0137Schwung und Präcision; Hofcapellmeister Herbeck digirite
0138mit wahrhaft begeisterter Energie die „Egmont“-Ouvertüre
0139und C-moll-Symphonie von Beethoven . Unter seiner Lei-
0140tung feierte auch der bewährte „Singverein“ der Gesellschaft
0141der Musikfreunde einen Triumph mit dem Vortrage zweier
0142Chöre von Haydn und Schubert. Herr Walter end-
0143lich sang die B-dur-Arie aus Mozart ’s „Entführung “ ebenso
0144stylgemäß als seelenvoll. Das Eröffnungsconcert wurde Sonn-
0145tag am 9. Januar mit unverändertem Programme wieder-
0146holt. Eine einzige Nummer war neu hinzugekommen: Or-
0147pheus ’ berühmte Arie: „Che farò senza Euridice .“ Eine
0148hier noch unbekannte Sängerin von gutem künstlerischen Rufe,
0149Fräulein Henriette Burenne, sang dieselbe mit schöner,
0150kraftvoller Altstimme, leider jedoch consequent zu hoch. Fräu-
0151lein Burenne soll im nächsten Philharmonie-Concerte mitwirken, wo
0152sie, hoffentlich minder befangen, ein sichereres Urtheil zulassen wird.
0153Die Orpheus -Arie, von Gluck mit „Vivace con disperazione“
0154bezeichnet, wurde im Gesellschaftsconcert entschieden zu lang-
0155sam genommen. Eine neue, manchem Zuhörer noch räthsel-
0156hafte Zierde des Hansen ’schen Concertsaales ist der stattliche
0157Orgelkasten, welcher, von goldenen Hermen getragen, mit
0158einem griechisch en Tempelgiebel gekrönt, sich hinter dem Orche-
0159ster erhebt. Das malerische Gehäuse harrt noch seines In-
0160haltes: der Orgel. Wenn diese einmal gebaut ist und, wie wir
0161hoffen, mustergiltig, wird sie eine eigenthümliche Lücke in un-
0162serem Musikleben zum erstenmale ausfüllen. Nicht blos durch
0163ihre nächste Bestimmung als Begleitungs- und Füllstimme in
0164den Oratorien von Händel und Bach , sondern auch als Solo-
0165Instrument. Eine Lücke in unserem sonst so reichen Musik-
0166leben nennen wir es, daß Wien keine Orgel-Concerte kennt.
0167Eines der kostbarsten Blätter der classischen Musik-Literatur,
0168die Orgel-Compositionen von Bach , Händel , Mendelssohn , ist
0169uns dadurch vollständig entzogen, die Leistungen großer Orgel-
0170Virtuosen sind es gleichfalls. In Norddeutschland , Belgien ,
0171Frankreich und der Schweiz stehen Orgel-Concerte in den
0172Kirchen auf der Tagesordnung. Welcher Reisende hätte sich
0173einen Tag in Bern oder Freiburg aufgehalten, ohne die be-
0174rühmten Orgeln daselbst gehört zu haben, die in regelmäßigen
0175Abend-Productionen gegen ein geringes Eintrittsgeld von den
0176(meistens sehr tüchtigen) Organisten gespielt werden. In die-
0177sen Ländern würde jede mit einer vortrefflichen Orgel ausge-
0178stattete Kirche es für einen Raub an dem kunstsinnigen Pu-
0179blicum ansehen, den Gebrauch dieses Instrumentes auf den
0180rituellen Dienst zu beschränken und ihm jedes Lebenszeichen
0181künstlerischer Selbstständigkeit zu versagen. Vor Kurzem hielt
0182sich der als Organist rühmlich bekannte Heinrich Stiehl
0183aus Petersburg hier auf; trotz aller Bemühungen gelang es
0184ihm nicht, ein Orgel-Concert in einer der hiesigen katholischen
0185Kirchen veranstalten zu dürfen. In Brünn , Prag , Klagen-
0186furt hat Stiehl hierauf mit großem Beifall in protestantischen
0187Kirchen Orgelvorträge gehalten. An dem Professor des hiesi-
0188gen Conservatoriums, Anton Bruckner, besitzen wir einen
0189der hervorragendsten Orgel-Virtuosen, der bei dem letzten
0190Musikfeste in Nancy , dann in Paris unter dem Zudrange
0191der ganzen musikalischen Elite sich auf den berühmten Orgeln
0192von St. Epore, St. Sulpice und Notredame mit solchem
0193Erfolge producirte, daß er in förmlichem Wettkampf die re-
0194nommirtesten belgisch en und französisch en Organisten besiegt
0195hat. Nur in Wien ist es unmöglich, Bruckner zu hören; denn
0196ihm, dem k. k. Hof-Organisten, ist die Benützung der Orgeln
0197behufs einer Production oder auch nur der Privatübung bis
0198jetzt nicht gestattet. Die Engherzigkeit unserer katholischen
0199Kirchenvorstände, welche die „Königin der Instrumente“ ent-
0200würdigt glauben, wenn sie in außergottesdienstlichen Stunden
0201auch der ästhetischen Andacht dient, wird freilich durch die
0202bevorstehende Errichtung einer eigenen Concert-Orgel im neuen
0203Musikvereinssaal nicht getilgt oder entschuldigt, allein sie wird
0204wenigstens nicht mehr das letzte und einzige Wort in dieser
0205rein künstlerischen Angelegenheit zu sprechen haben. Das von
0206den „Musikfreunden“ bestellte Werk vermag allerdings nicht
0207die Dimensionen einer großen Kirchenorgel zu erreichen [3]
0208und deren Wirkung ganz zu ersetzen, aber jedenfalls erschließt
0209sie uns ein neues Kunstgebiet, pflegt sie einen bisher in Wien
0210verwaisten Musikzweig von ältestem und höchstem Adel. Darauf
0211bei dem glänzenden Neubau nicht vergessen zu haben, gehört
0212zu den echtesten Verdiensten unserer „Gesellschaft der Musik-
0213freunde“.
0214Die Eröffnung des neuen Musikvereinssaales und das
0215erste Concert daselbst haben so ziemlich die Aufmerksamkeit
0216von den übrigen Concerten abgelenkt. Der Vollständigkeit hal-
0217ber registriren wir das Wichtigste daraus, zum Theil aus
0218zweiter Hand, da ein unmusikalisches Unwohlsein uns hinderte,
0219überall selbst dabei zu sein. Die glänzendsten Sterne der
0220Saison, Clara Schumann und das Florentiner
0221Quartett, sind weitergezogen. Frau Schumann , deren vorletzte
0222Production mitunter durch allzu schnelle Tempi und etwas frostig
0223angehauchten Vortrag (C-dur-Sonate von Beethoven , „Carne-
0224val “ von Schumann ) an Wirkung einbüßte, gab im kleinen
0225Redoutensaal ihren Concerten einen desto vollendeteren Abschluß.
0226Die Meisterschaft ihres Spieles, das in gedrängter Menge
0227lauschende distinguirte Publicum, der bis zum Schluß sich
0228steigernde herzliche Beifall erinnerten an die glänzendste Concert-
0229periode der gefeierten Künstlerin. Brahms’ vierstimmige
0230„Liebeslieder “, gesungen von Frau Dustmann , Fräulein Girzig ,
0231den Herren Walter und Krauß , auf dem Piano vierhändig be-
0232gleitet von Frau Schumann und dem Componisten, erlebten
0233diesmal eine ungleich bessere Aufführung als jüngst in der
0234„Sing-Akademie“ und fanden den lebhaftesten Anklang. Auch
0235Jean Becker’s „Florentiner Quartett“ verabschiedete sich
0236mit allen Ehren. Die Aufführung von Beethoven’s großer
0237Quartett-Fuge („Tantôt libre, tantôt recherchée“, op. 133)
0238war die beste, die sich denken läßt; aber auch die beste Auf-
0239führung dieses nur von seltenen Lichtstrahlen erleuchteten und
0240erwärmten Tondickichts vermag uns dasselbe nicht freudvoll
0241und wohnlich zu machen. Eher noch wird der studirende
0242Partiturleser sich mit den mißklingenden Sonderbarkeiten
0243dieser Fuge befreunden, als der Hörer; bei aller Genialität
0244ist und bleibt sie „Augenmusik“. Ein von dem Becker ’schen
0245Verein mit Herrn Brüll vorgetragenes Clavier-Quintett von
0246J. P. Gotthard hat, einstimmigen Berichten zufolge, den leb-
0247haftesten Beifall gefunden. Wir kennen aus verschiedenen
0248Chören und Clavier-Compositionen Gotthard ’s gefälliges, an-
0249spruchsloses Talent, dessen Schwingen für die größten Musik-
0250formen vielleicht noch nicht hoch und weit genug tragen. Mag aber
0251immerhin ein Theil des Herrn Gotthard so stürmisch gespen-
0252deten Beifalls dem liebenswürdigen Manne und allgemein ge-
0253schätzten thätigen Musikverleger gegolten haben, es bleibt noch
0254immer genug, um den strebsamen Componisten zu erfreuen
0255und anzueifern. Auch auf das vierte Philharmonische Concert,
0256in welchem nebst einer neuen Lachner ’schen Suite (Nr. 5,
0257F-moll) ein Clavierconcert von Ignaz Brüll zur Auf-
0258führung kam, mußten wir leider verzichten. Herr Brüll soll
0259seine Composition sehr brillant vorgetragen haben, diese selbst
0260fand im Publicum wie in der Kritik nur mäßige und reser-
0261virte Zustimmung. Wir haben oft genug für die Berücksichti-
0262gung moderner Compositionen und für angemessene Protection
0263einheimischer Talente gesprochen, eine Nummer in dem Pro-
0264gramm unserer Philharmonischen Concerte sollte jedoch immer
0265ein Ehrenplatz bleiben, zu welchem, wenn auch nicht Geniali-
0266tät und Meisterschaft, doch nur eine gewisse Reife berechtigt.
0267Gibt es keine anderen Schulden zu tilgen, speciell im
0268Fache des Clavierconcertes? Zwei „Concertstücke“ von Schu-
0269mann (op. 92 in G-dur , von Jaell allenthalben mit
0270größtem Erfolg gespielt, und op. 134 in D-moll , Brahms
0271gewidmet) sind dem Wien er Publicum noch vollständig unbe-
0272kannt. Frau Schumann hätte, ihrer Versicherung zufolge,
0273überaus gerne eines davon mit dem trefflichen Orchester der
0274Philharmonie-Concerte gespielt. Auch Brahms’ seit mehreren
0275Jahren gedruckt vorliegendes Clavierconcert verdiente einen
0276Platz in den Philharmonischen Concerten. Wenn man solchen
0277Werken gegenüber knickert, so darf man für „einheimische Ta-
0278lente“ wenigsten nicht als Verschwender auftreten.
Lebensdaten | 1831-1877 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118549448 |
WIKIDATA | Q697684 |
PMB | 114476 |
OEBL | oebl_H/Herbeck_Johann_1831_1877 |
OEML | musik_H/Herbeck_Johann |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Dustmann, Louise |
---|---|
Lebensdaten | 1831-1899 |
Beschreibung |
|
GND | 116257202 |
WIKIDATA | Q1559991 |
PMB | 117347 |
OEBL | oebl_D/Dustmann-Meyer_Marie-Louise_1831_1899 |
OEML | musik_D/Dustmann-Meyer_Marie |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1732-1809 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118547356 |
WIKIDATA | Q7349 |
PMB | 11624 |
OEML | musik_H/Haydn_Brueder |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1829 -1886 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 117245658 |
WIKIDATA | Q1598967 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1756-1791 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118584596 |
WIKIDATA | Q254 |
PMB | 12303 |
OEML | musik_M/Mozart_Familie |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Jaell |
---|---|
Lebensdaten | 1832-1882 |
Beschreibung |
|
GND | 117059013 |
WIKIDATA | Q330244 |
OEBL | oebl_J/Jaell_Alfred_1832_1882 |
OEML | musik_J/Jaell_Familie |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Bürenne |
---|---|
Lebensdaten | 1845-1878 |
Beschreibung |
|
GND | 117163775 |
WIKIDATA | Q1606148 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1813-1891 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118545760 |
WIKIDATA | Q78638 |
PMB | 116238 |
OEBL | oebl_H/Hansen_Theophil-Edvard_1813_1891 |
OEML | oebl_H/Hansen_Theophil_1813_1891 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1832-1902 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 11877137X |
WIKIDATA | Q819749 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1833-1897 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118514253 |
WIKIDATA | Q7294 |
PMB | 10989 |
OEBL | oebl_B/Brahms_Johannes_1833_1897 |
OEML | musik_B/Brahms_Johannes |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1810-1856 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118611666 |
WIKIDATA | Q7351 |
PMB | 12733 |
OEML | musik_S/Schumann_Ehepaar |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1714-1787 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118539841 |
WIKIDATA | Q130759 |
PMB | 11450 |
OEML | musik_G/Gluck_Christoph |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Girzig |
---|---|
Lebensdaten | 1848-1915 |
Beschreibung |
|
GND | 113940198X |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1797-1828 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118610961 |
WIKIDATA | Q7312 |
PMB | 12729 |
OEBL | oebl_S/Schubert_Franz-Peter_1797_1828 |
OEML | musik_S/Schubert_Brueder |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1834-1910 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 117130990 |
WIKIDATA | Q12018560 |
PMB | 13044 |
OEBL | oebl_W/Walter_Gustav_1834_1910 |
OEML | musik_W/Walter_Familie |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Wieck |
---|---|
Lebensdaten | 1819-1896 |
Beschreibung |
|
GND | 11861164X |
WIKIDATA | Q132232 |
PMB | 162186 |
OEML | musik_S/Schumann_Ehepaar |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1685-1750 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 11850553X |
WIKIDATA | Q1339 |
PMB | 10806 |
OEML | musik_B/Bach_Familie_1 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Gotthard, J. P. |
---|---|
Lebensdaten | 1839-1919 |
Beschreibung |
|
GND | 116070951 |
WIKIDATA | Q20003331 |
OEML | musik_P/Pazdirek_Bohumil |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1824-1896 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118515799 |
WIKIDATA | Q81752 |
PMB | 11024 |
OEBL | oebl_B/Bruckner_Anton_1824_1896 |
OEML | musik_B/Bruckner_Anton |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Hellmesberger senior |
---|---|
Lebensdaten | 1828-1893 |
Beschreibung |
|
GND | 103787038 |
WIKIDATA | Q698074 |
PMB | 18096 |
OEBL | oebl_H/Hellmesberger_Josef_1828_1893 |
OEML | musik_H/Hellmesberger-Quartett |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Freigedank; Widmann |
---|---|
Lebensdaten | 1813-1883 |
Beschreibung |
|
GND | 118594117 |
WIKIDATA | Q1511 |
PMB | 13024 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Orpheus |
---|---|
Werk |
|
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Kraus |
---|---|
Lebensdaten | 1840-1889 |
Beschreibung |
|
GND | 101915067X |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1803-1890 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118725815 |
WIKIDATA | Q713451 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1770-1827 |
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Beschreibung |
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GND | 118508288 |
WIKIDATA | Q255 |
PMB | 10866 |
OEBL | oebl_B/Beethoven_Ludwig-Van_1770_1827 |
OEML | musik_B/Beethoven_Ludwig |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1833-1884 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 116103752 |
WIKIDATA | Q72620 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1809-1847 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118580779 |
WIKIDATA | Q46096 |
PMB | 12228 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1846-1907 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118660284 |
WIKIDATA | Q78703 |
PMB | 6484 |
OEBL | oebl_B/Bruell_Ignaz_1846_1907 |
OEML | musik_B/Bruell_Ignaz |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1685-1759 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118544489 |
WIKIDATA | Q7302 |
PMB | 7945 |
OEML | musik_H/Haendel_Georg_Friedrich |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Griechenland |
---|---|
Land | GR, Greece |
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 390903 |
GND | 4022047-3 |
WIKIDATA | Q41 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | St. Petersburg; Sankt Petersburg |
---|---|
Land | RU, Russia |
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 498817 |
GND | 4267026-3 |
WIKIDATA | Q656 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | DE, Germany |
---|---|
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2867714 |
GND | 4127793-4 |
WIKIDATA | Q32664319 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
GND | 4075454-6 |
---|---|
WIKIDATA | Q46613 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Belgien |
---|---|
Land | BE, Belgium |
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 2802361 |
GND | 4005406-8 |
WIKIDATA | Q31 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | GB, United Kingdom |
---|---|
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2643743 |
GND | 4074335-4 |
WIKIDATA | Q84 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | CH, Switzerland |
---|---|
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2661552 |
GND | 4005762-8 |
WIKIDATA | Q70 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | FR, France |
---|---|
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2990999 |
GND | 4041201-5 |
WIKIDATA | Q40898 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | DE, Germany |
---|---|
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2925177 |
GND | 4018272-1 |
WIKIDATA | Q2833 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | AT, Austria |
---|---|
Typ | R, road, railroad |
Geonames | 8181703 |
GND | 4108142-0 |
WIKIDATA | Q46232 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Helvetien |
---|---|
Land | CH, Switzerland |
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 2658434 |
GND | 4053881-3 |
WIKIDATA | Q39 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Brünn |
---|---|
Land | CZ, Czechia |
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 3078610 |
GND | 4008456-5 |
WIKIDATA | Q14960 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | FR, France |
---|---|
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2988507 |
GND | 4044660-8 |
WIKIDATA | Q90 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Frankreich |
---|---|
Land | FR, France |
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 3017382 |
GND | 4018145-5 |
WIKIDATA | Q142 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Prag |
---|---|
Land | CZ, Czechia |
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 3067696 |
GND | 4076310-9 |
WIKIDATA | Q1085 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | AT, Austria |
---|---|
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2774326 |
GND | 1023732653 |
WIKIDATA | Q41753 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Vindobona |
---|---|
Land | AT, Austria |
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2761369 |
GND | 4066009-6 |
WIKIDATA | Q1741 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
GND ID | 300015143 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
Alternativtitel | Der Friede sei mit euch |
GND ID | 300397607 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
GND ID | 300070071 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
Alternativtitel | Concert-Allegro; Concertstück |
GND ID | 30014539X |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
Alternativtitel | unklarer Bezug |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
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Alternativtitel | Orpheus |
GND ID | 1151670537 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
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Alternativtitel | Carneval |
GND ID | 300144520 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
GND ID | 300108001 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
GND ID | 300025726 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
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GND ID | 300025645 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
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Alternativtitel | Waldstein-Sonate |
GND ID | 300016786 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
GND ID | 300016522 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
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Alternativtitel | Der Raub des Rheingoldes |
GND ID | 300170238 |
Werkbezug | |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
Alternativtitel | unklarer Bezug |
Überprüft | einmalig |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
GND ID | 1155878248 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
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GND ID | 1252297963 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
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Alternativtitel | Schicksalssinfonie |
GND ID | 300016387 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
GND ID | 300220006 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
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GND ID | 300015305 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
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