Neue Freie Presse
Morgenblatt
Nr. 12332. Wien, Mittwoch, den 21. December 1898
0003Ed. H. Unter dem Titel „Fünfzig Jahre Hoftheater “ ist
0004soeben eines der prächtigsten und inhaltsreichsten Jubiläums-
0005werke erschienen. Es besteht aus drei Theilen: der Geschichte
0006des Burgtheaters (von R. Lothar ), der Geschichte des
0007Hofoperntheaters (von Julius Stern ) und dem
0008Künstleralbum mit biographisch-kritischen Aufsätzen
0009verschiedener Autoren über die hervorragendsten Wien er
0010Hofschauspieler und Opernmitglieder. Uns beschäftigt heute
0011nur die Hofoper. Ihr ist der größte Raum des monu-
0012mentalen Werkes gewidmet. Welche Fülle neuen historischen
0013Stoffes! Welcher Reichthum an Künstlerbildnissen! Freunde
0014quellenmäßiger Theatergeschichte zehren so vergnügt an
0015ersterem, daß sie allenfalls der Porträts entbehren könnten;
0016Anderen wieder dürften gerade die Bilder die reizvollste
0017Unterhaltung bieten, auch ohne den geschichtlichen Text. Am
0018besten also, daß wir Beides besitzen. Für den Verfasser,
0019Herrn Julius Stern , war das keine kleine Aufgabe. Zwei
0020Jahre anhaltender Arbeit in den Bibliotheken und Hof-
0021archiven, um das colossale, schwer zugängliche Material zu
0022sammeln und zu sichten! In dem großen Folioband können
0023wir für unseren Zweck heute nur blättern und den Leser
0024neugierig machen auf einige der interessantesten Geschichten.
0025Wir überspringen das einleitende Capitel, welches die
0026Wien er Oper von ihren Anfängen in der „Mehlmarkthütte“
0027bis zum alten Kärntnerthor-Theater (1709 bis 1848), dann
0028das Revolutionsjahr behandelt. Doch können wir nicht ganz
0029vorübergehen an dem Gagen-Etat, wie ihn Director
0030v. Holbein für das Jahr 1850/51 vorgelegt hat. Da-
0031mals erhielt die erste dramatische Sängerin Frau v. Hasselt-
0032Barth nur 6000 fl., der erste Tenorist Alois Ander nur
00335000 fl. jährlich. Heute beziehen die Darsteller von Neben-
0034partien mehr, als damals die berühmtesten ersten Künstler!
0035Freilich bildeten die sogenannten Benefice-Vorstellungen
0036ein Nebeneinkommen der bedeutenderen Sänger und Sänge-
0037rinnen. Fast Alle hatten sie contractmäßig ihre Benefice-
0038Vorstellung gesichert. Sollten Repertoire-Störungen diese ver-
0039eiteln, so war die Direction verpflichtet, dem betreffenden
0040Künstler 500 fl. oder 600 fl. „als Ablösung“ zu bezahlen.
0041Dadurch kamen aber die Künstler meistens zu Schaden;
0042denn sie pflegten die Billette zur Benefice-Vorstellung selbst
0043an die Abonnenten zu verkaufen und sich für „gütige Ueber-
0044zahlung“ gern zu bedanken. Dem vornehmen Sinn des
0045Grafen Lanckoronski war diese Praxis ein Gräuel. Er er-
0046klärte es „einer kaiserlichen Anstalt nicht würdig, daß die
0047ersten Mitglieder von Abonnenten zu Abonnenten betteln
0048gehen“, und der früher allgemein herrschende Unfug hatte
0049ein Ende. Ein Verdienst Holbein’s ist die Einführung
0050der Tantièmen, wie die großen ausländischen Theater
0051sie bezahlten. Holbein selbst war so zartfühlend, seit Einführung
0052der Tantièmen keines seiner Stücke am Burgtheater mehr
0053aufführen zu lassen. Ueber die frühere complicirte bureau-
0054kratische Verwaltung der Hoftheater gibt uns das Buch inter-
0055essante Aufschlüsse. Nicht weniger als vier Behörden, theils
0056Ministerien, theils untergeordnete Aemter, hatten die einzelnen
0057Posten des vom Oberstkämmerer und dem Director vorge-
0058legten Voranschlages zu beurtheilen, bevor er genehmigt wurde.
0059Und in diesen vier Aemtern saß kein einziger Theatermann;
0060ausschließlich Juristen urtheilten über die Bedürfnisse des
0061Kunstinstituts. Das Hauptvotum über das Opern-Budget
0062hatte das Ministerium des Innern; nach ihm kamen das
0063Finanzministerium, die oberste Polizei-Direction und gewöhn-
0064lich auch noch die Finanz-Procuratur. Welch lästiger Schriften-
0065wechsel! In dem System der Opernverwaltung gewahren
0066wir ein unablässiges Schaukeln zwischen der Verpachtung des
0067Theaters und der Direction in eigener Regie. Endlich scheint
0068letzteres System sich endgiltig consolidirt zu haben, obgleich
0069noch der Finanzminister v. Plener 1861 dringend für die
0070Verpachtung eintrat.
0071„Diplomaten im Dienste des Hofopern-
0072theaters“, lautet die Ueberschrift eines an merkwürdigen
0073Details reichen Capitels. Die kaiserlichen Statthalter und
0074Gesandten hatten in früherer Zeit die Annehmlichkeit, nicht
0075nur mit den auswärtigen Regierungen, sondern auch mit
0076den fremden Künstlern und Künstlerinnen, besonders wenn
0077sie contractbrüchig waren, amtliche Verhandlungen zu pflegen.
0078Die Regierung eines alten soliden Staates, sagt der Ver-
0079fasser, ist oft leichter „umzukriegen“, als eine junge Tän-
0080zerin, die nicht tanzen will, obgleich sie contractmäßig dazu
0081verpflichtet ist. Besonders mit Italien , das vor fünf De-
0082cennien den größten Theil unseres künstlerischen Bedarfes
0083gedeckt hat, gab es recht schwierige diplomatische Verhand-
0084lungen. Wir lesen die amtlichen Zuschriften des Grafen
0085Lanckoronski an den außerordentlichen Gesandten FML.
0086v. Martini in Neapel , welcher den säumigen Bariton
0087Debassini zur Antwort drängen und sich über die Tänze-
0088rin Ferraris äußern soll. Sodann die Correspondenz mit
0089dem Gesandten in Madrid , Grafen G. Esterhazy , über die
0090Tänzerin Cerrito. Der Gesandte Baron Hügel mußte in
0091Neapel die Sängerin Boschetti zu sich bescheiden und
0092über ihre finanziellen und Herzensverhältnisse nach Wien
0093berichten.
0094Eine ziffermäßig genaue Darstellung zeigt uns, wie
0095stark in dem Opern-Repertoire des Decenniums 1830 bis
00961840 die französisch en und italienisch en Opern an Zahl die
0097deutsch en überwogen. Frankreich war mit 35 damals
0098neuen Opern im Wien er Repertoire vertreten, Italien
0099mit 21 neuen Opern. Von den damals lebenden deutschen
0100Componisten (1840 bis 1850) stammen nur 9 Werke, die
0101einen festen Platz im Repertoire zu behaupten vermochten.
0102Von der Anziehungskraft, welche Meyerbeer ’s „Prophet “
0103(1850) in Wien ausübte, vermag man heute sich kaum eine
0104Vorstellung zu machen. Die ersten 20 Aufführungen waren
0105vollständig ausverkauft. Der Zudrang dazu war so groß,
0106daß nach jeder Vorstellung die Zeitungen einen sogenannten
0107Polizeibericht über die beim Gedränge vorgekommenen Un-
0108fälle brachten. Auf Ersuchen des Oberstkämmerers besetzte
0109die Polizei jedesmal knapp vor Beginn des Karten-
0110vorverkaufes alle Eingänge des Kärntnerthor-Theaters und
0111durchsuchte die Gänge des Hauses, ob sich nicht Jemand
0112eingeschlichen habe, um früher zum Billetschalter zu ge-
0113langen.
0114Uebergehen wir von der Verwaltung zur Kunst, von
0115den Bureaukraten zu den Sängern und Sängerinnen. Ein
0116wunderliches Beispiel vom Ineinanderspielen künstlerischer und
0117politischer Motive bietet die Affaire der Kammer- und Hof[2]-
0118opernsängerin Anna Zerr. Sie beging die Unvorsichtigkeit,
0119in London ihre Mitwirkung bei einem Morgenconcert am
012012. Juli 1851 zuzusagen, das für den „Hungarian Fund“,
0121das heißt zur Unterstützung der ungarisch en Flüchtlinge,
0122stattfand. Der eigentliche Arrangeur dieses Concertes, Karl
0123Formes, hatte auch den Wien er Violinprofessor Jansa
0124dafür gewonnen. Nach Feststellung der Thatsachen durch eine
0125längere diplomatische Correspondenz erließ der Kaiser
0126folgenden Auftrag an den Oberstkämmerer: „Der Anna
0127Zerr ist das Decret als Kammersängerin,
0128welchen Titels sie verlustig ist, abzunehmen. Der bestehende
0129Contract, demzufolge sie beim k. k. Operntheater bis
0130April 1852 engagirt ist, bleibt bezüglich der ihr zugesicherten
0131Genüsse in Wirksamkeit, doch darf sie unter keinem Vor-
0132wand auf diesem Hoftheater, weder in einer Oper, noch
0133in einem Concert mehr auftreten. Daß sie in
0134dieser Zeit auf keiner anderen Bühne singe, liegt in der
0135Macht der Administration des Operntheaters, die ihr dazu
0136von Fall zu Fall die Erlaubniß ertheilen müßte, welche ihr
0137natürlich in keinem denkbaren Fall gegeben
0138wird.“ Anna Zerr (die erste „Martha “ in Flotow ’s
0139Oper ) gastirte später mit größtem Erfolg in Amerika und
0140zog sich bereits im Jahre 1857 von der Bühne zurück.
0141Mit tiefem Antheil lesen wir die Biographien zweier
0142Wien er Künstler, die durch ihre Meisterschaft, ihre beispiel-
0143lose Beliebtheit und ihr tragisches Ende uns unvergeßlich
0144bleiben: Joseph Staudigl und Alois Ander. Beide
0145endeten im Wahnsinn. Sie sind nicht die einzigen Beispiele,
0146daß die überwiegende Phantasiethätigkeit und nervöse Er-
0147regung, welche mit der Bühnenlaufbahn verbunden ist,
0148gerade zu diesem tragischen Ausgang führen können.
0149Als Staudigl und Ander sich nicht mehr darüber täuschen
0150konnten, daß Stimme und Gedächtniß sie völlig im Stiche
0151ließen, waren sie verloren. Die Schilderung von Ander’s
0152Zustand in der Wasserheilanstalt zu Wartenberg , sowie der
0153letzten Jahre Staudigl’s bringt manches neue Detail.
0154Noch drei andere Sterne der Wien er Oper sind in trost-
0155loser Nacht, wenn auch nicht in der Zelle eines Irren-
0156hauses, erloschen. Marie Wilt, deren Kunst in gleicher
0157Vollendung den Coloraturgesang wie die stärksten drama-
0158tischen Partien beherrschte, ebenso hell im Oratorium wie
0159in der Oper glänzte, hat freiwillig geendet. Sie ist an einer
0160verspäteten, unerwiderten Leidenschaft zu Grunde gegangen;
0161Scaria, der mächtige Bassist, an dem Studium der
0162Wotan -Rolle; die Czillagh, unsere gefeierte erste Fides ,
0163an dem bei Bühnenkünstlern so häufigen Leichtsinn, welcher
0164in den Tagen des Glanzes verschwendet, um dann im Alter
0165hilflos zu darben. Gerne wenden wir unseren Blick gegen die
0166Sonnenseite und freuen uns der gesunden, heiteren Behag-
0167lichkeit, in welcher drei Collegen der oben Genannten, die
0168Veteranen Karl Mayerhofer, Heinrich Kreuzer und
0169C. M. Wolf, unter uns wandeln. Mayerhofer ist in
0170seinem eigensten Rollenfache noch immer unersetzt.
0171Nicht blos das Sängerpersonal, auch das Orchester
0172des Hofoperntheaters findet in Herrn Stern einen eifrigen
0173Geschichtsschreiber. Vieles ist uns neu und Manches davon
0174unbegreiflich. Es klingt wie ein Märchen, daß der erste
0175Capellmeister Esser, „der gute Geist des Kärntnerthor-
0176Theaters“, es nach langjähriger Dienstzeit zu keinem höheren
0177Gehalte als 200 fl. monatlich gebracht hat! Erst als man
0178Esser zum musikalischen Beirath Dingelstedt ’s und „Musik-
0179dirigenten“ des Theaters ernannt hatte, verbesserte man sein
0180Einkommen — um ganze 50 fl. monatlich! Im Jahre
01811855 meldete sich der berühmte Violin-Virtuose Henri
0182Vieuxtemps für eine Anstellung als „Hof-Concert-
0183meister“, zugleich als Solospieler und Orchester-Director der
0184Oper und erbat sich eine Besoldung von 3000 fl. jährlich.
0185Obgleich er ein warmes Empfehlungsschreiben des Herzogs
0186Max in Bayern an den Oberstkämmerer mitbrachte
0187und die Direction eifrigst für Vieuxtemps ’ Forde-
0188rungen eintrat, wurde sein Anerbieten aus fiscali-
0189schen Gründen zurückgewiesen. Die finanzielle Lage
0190der Orchestermitglieder war geradezu unwürdig. Schon im
0191Jahre 1851 bemühte sich Regierungsrath v. Holbein in
0192einer amtlichen Eingabe um „die nothwendige und pflicht-
0193mäßige Erhöhung der über allen Ausdruck kärglichen Be-
0194soldung der Künstler des Hofopern-Orchesters, welche bei
0195ungleich größerer Beschäftigung noch immer weit hinter
0196jenen des Burgtheaters zurückstehen“. Hol-
0197bein ’s Besoldungspläne blieben ein frommer Wunsch. End-
0198lich im Jahre 1865 thaten sich die Mitglieder des Orchesters
0199zu einer energischen Petition zusammen um Erhöhung ihrer
0200Bezüge. Ihre Argumente wurden von der Hofbehörde voll-
0201kommen gewürdigt, die Gagen aber nicht erhöht, weil die
0202normale Dotation bereits überschritten sei. Auch hatten sich die
0203Kosten des Orchesters seit 1850, wo es 61 Spieler um-
0204faßte, bis zum Jahre 1865, wo es im Ganzen 98 Mit-
0205glieder zählte (jetzt ist ihre Zahl auf 107 gestiegen), be-
0206deutend erhöht. Aber wie schlecht waren sie bezahlt! Die
0207ersten Solospieler bezogen 50 fl. monatlich, die übrigen
0208Mitglieder begannen mit 36 fl. monatlich und stiegen bis
020942 fl. — Erst einer späteren Zeit blieb es vorbehalten, dem
0210Opernorchester zu geben, was ihm gebührte. Joh. Herbeck
0211und G. Mahler haben sich in dieser Hinsicht große Verdienste
0212erworben. Director Mahler konnte in jüngster Zeit auch eine
0213Erhöhung der Choristengehalte erwirken, so daß sich die
0214Bezahlung der Chorsänger und -Sängerinnen seit den letzten
021530 Jahren um nahezu 100 Percent erhöht hat. Die An-
0216strengungen der Chordirectoren, eine Verstärkung und
0217bessere Besoldung des Chors zu erlangen, begannen schon in
0218den Sechziger Jahren. Ihr Gesuch wurde von der obersten
0219Hoftheater-Direction dem Director Salvi zur Aeußerung
0220zugestellt. Diese Aeußerung fiel geradezu classisch aus. Salvi
0221behauptete, der Chor sei nicht zu klein, sondern zu groß;
0222„die Rückwärtsstehenden werden bequem und singen mitunter
0223gar nicht mit“, man müsse also die Zahl der Mitglieder
0224verringern und die Gagen der entlassenen Chorsänger
0225unter die verbleibenden auftheilen! Ein ins Musikalische
0226übersetzter Sanct Crispinus , der den Reichen Leder ent-
0227wendet, um den Armen Stiefel daraus zu machen.
0228Die Eröffnung des prächtigen neuen Opernhauses machte
0229endlich solchen unmenschlichen und unkünstlerischen Knickereien
0230ein Ende. Dingelstedt war nicht der Mann der klein-
0231bürgerlichen Engherzigkeit Salvi’s.
0232Wer sich nicht blos für die schönen Sängerinnen und
0233schmucken Tenoristen interessirt, sondern auch für die musik-
0234wissenschaftlichen und kunstpädagogischen Aufgaben des Opern-
0235theaters, der wird die beiden Capitel vor der Einführung
0236der neuen Orchesterstimmung (Diapason normal) und der
0237Errichtung einer Opernschule mit Antheil und Nutzen lesen.
0238Desgleichen — und mit erhöhter Heiterkeit — den Artikel
0239über den Einfluß der obersten Polizei-Behörde unter Graf
0240Sedlnitzky und Baron Kempen auf das Hofopern[3]-
0241theater. Es ist, als blickten wir in frühere Jahrhunderte.
0242Die Polizei hatte in Alles dreinzureden. Sie war einerseits
0243Expertin, wenn es sich um die künstlerischen Fähigkeiten zu
0244engagirender Sänger oder Capellmeister handelte, anderer-
0245seits Wahrerin der öffentlichen Sittlichkeit, indem sie über
0246das politische Vorleben jedes zu engagirenden Sängers und
0247jeder Sängerin Bericht erstattete. Ohne dieses Referat durfte
0248keine Entscheidung getroffen werden. Die Ueberwachung der
0249Polizei-Behörde erstreckte sich auch auf das persönliche Ver-
0250halten der Künstler unter einander und gegenüber dem
0251Director. Erst als die Verpachtung des Operntheaters ein
0252Ende nahm, ward die Herrschaft der Polizei als Theater-
0253macht gebrochen.
0254Franz Jauner, unter dessen Direction wir im Hof-
0255operntheater die berühmtesten Gäste und die glänzendsten
0256Aufführungen zu hören bekamen, hat auch „den Draht mit
0257Bayreuth “ wieder hergestellt. Eine bisher unbekannte Corre-
0258spondenz R. Wagner’s mit Jauner , die Aufführung der
0259Nibelungen-Tetralogie in Wien betreffend, erregt lebhaftes
0260Interesse — insbesondere jene Briefe Wagner ’s, die nicht
0261blos Geldforderungen zum Inhalt haben. Zweierlei nament-
0262lich erfüllt uns mit großer Befriedigung. Erstens daß
0263Wagner immer von seiner „Oper Tristan “, seiner „Oper
0264Walküre “ u. s. w. spricht, während man vor seinen Jüngern
0265das Wort „Oper“, nur bei Strafe der stillen Verachtung
0266aussprechen darf. Sodann, daß Wagner durchaus nicht
0267auf ungekürzten Aufführungen seiner Werke
0268besteht. „Nein, nein!“ ruft er. „Es ist unsinnig, von
0269einem städtischen Theater-Abendpublicum, selbst für seinen
0270Genuß, Anstrengungen zu verlangen, welchen vorzubeugen
0271ich eben ja meine Bayreuth er Bühnenfestspiele eigens er-
0272funden habe.“ Man sieht, Wagner war weder so eigen-
0273sinnig noch so tyrannisch, wie es heute seine Apostel sind.
0274Was diese Geschichte des Hofoperntheaters zugleich zu
0275einem werthvollen, praktischen Nachschlagebuch macht, sind die
0276Beilagen am Ende des Werkes: ein vollständiges Verzeichniß
0277aller Mitglieder von 1848 bis 1898 mit kurzen biographi-
0278schen Notizen und aller während dieses Halbjahrhunderts
0279aufgeführten Opern und Ballette. Wir konnten das um-
0280fangreiche Werk hier nur flüchtig besprechen; empfehlen
0281können wir es aber nachdrücklich.
Lebensdaten | 1831-1877 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118549448 |
WIKIDATA | Q697684 |
PMB | 114476 |
OEBL | oebl_H/Herbeck_Johann_1831_1877 |
OEML | musik_H/Herbeck_Johann |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1818-1872 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 116577444 |
WIKIDATA | Q1597167 |
OEBL | oebl_E/Esser_Heinrich-Joseph_1818_1872 |
OEML | musik_E/Esser_Heinrich |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Mahler, August |
---|---|
Lebensdaten | 1860-1911 |
Beschreibung |
|
GND | 118576291 |
WIKIDATA | Q7304 |
PMB | 12163 |
OEBL | oebl_M/Mahler_Gustav_1860_1911 |
OEML | musik_M/Mahler_Familie |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1820-1881 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 117416460 |
WIKIDATA | Q312790 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | ca. 1830-1904 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 1240344848 |
WIKIDATA | Q452887 |
Überprüft | einmalig |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1792-1861 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 1284215512 |
WIKIDATA | Q16743516 |
Überprüft | einmalig |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1791-1864 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118581945 |
WIKIDATA | Q105237 |
PMB | 8931 |
OEML | musik_M/Meyerbeer_Giacomo |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | unbekannt (3. Jhdt.) |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 1075059364 |
WIKIDATA | Q37944442 |
Überprüft | einmalig |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1779-1855 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 100844901 |
WIKIDATA | Q1447416 |
PMB | 155779 |
OEBL | oebl_H/Holbein-Holbeinsberg_Franz-Ignaz_1779_1855 |
OEML | musik_H/Holbein_Franz |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Eszterhazy |
---|---|
Lebensdaten | 1811-1856 |
Beschreibung |
|
GND | 117513067 |
WIKIDATA | Q55900883 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Fides |
---|---|
Werk |
|
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1814-1881 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118525751 |
WIKIDATA | Q64370 |
PMB | 4142 |
OEBL | oebl_D/Dingelstedt_Franz_1814_1881 |
OEML | musik_D/Dingelstedt_Franz |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1830-1916 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118535013 |
WIKIDATA | Q51056 |
PMB | 2513 |
OEBL | oebl_F/Franz-Joseph__1830_1916 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1778-1855 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 130150630 |
WIKIDATA | Q1706162 |
PMB | 116040 |
OEBL | oebl_S/Sedlnitzky-Choltitz_Josef_1778_1855 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Mayrhofer / Meyerhofer, Karl |
---|---|
Lebensdaten | 1828-1913 |
Beschreibung |
|
GND | 116964251 |
WIKIDATA | Q55674938 |
PMB | 115407 |
OEBL | oebl_M/Maierhofer_Karl_1828_1913 |
OEML | musik_M/Mayerhofer_Carl |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1808-1888 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118967592 |
WIKIDATA | Q434826 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1865-1943 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 119545063 |
WIKIDATA | Q215158 |
PMB | 2570 |
OEBL | oebl_S/Spitzer_Rudolf-Lothar_1865_1943 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1838-1886 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 117088218 |
WIKIDATA | Q5371434 |
OEBL | oebl_S/Scaria_Emil_1840_1886 |
OEML | musik_S/Scaria_Emil |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Czillagh |
---|---|
Lebensdaten | 1832-1892 |
Beschreibung |
|
GND | 116750820 |
WIKIDATA | Q1756245 |
OEBL | oebl_C/Csillag_Rosa_1832_1892 |
OEML | musik_C/Csillag_Rosa |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1793-1863 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 126717397 |
WIKIDATA | Q877627 |
OEBL | oebl_K/Kempen-Fichtenstamm_Johann-Franz_1793_1863 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Martha |
---|---|
Werk |
|
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1813-1881 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 116515368 |
WIKIDATA | Q562246 |
OEBL | oebl_H/Hasselt-Barth_Anna-Maria-Wilhelmine_1813_1881 |
OEML | musik_H/Hasselt-Barth_Wilhelmine |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Wolf, Karl Maria |
---|---|
Lebensdaten | 1820-1907 |
Beschreibung |
|
GND | 1047478048 |
WIKIDATA | Q112305429 |
OEML | musik_W/Wolf_Carl |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1799-1863 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 130216569 |
WIKIDATA | Q60845071 |
OEML | musik_L/Lanckornski_Karl |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1822-1881 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 116983442 |
WIKIDATA | Q563680 |
OEML | musik_Z/Zerr_Anna |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1810-1908 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118595016 |
WIKIDATA | Q78834 |
PMB | 153924 |
OEBL | oebl_P/Plener_Ignaz_1810_1908 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1831-1900 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118776045 |
WIKIDATA | Q85888 |
PMB | 2928 |
OEBL | oebl_J/Jauner_Franz_1831_1900 |
OEML | musik_J/Jauner_Franz |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1796-1870 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 11894343X |
WIKIDATA | Q526673 |
OEBL | oebl_H/Huegel_Carl-Alexander_1796_1870 |
OEML | musik_H/Huegel_Karl |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Debassini |
---|---|
Lebensdaten | 1819-1881 |
Beschreibung |
|
GND | 1036371840 |
WIKIDATA | Q2823055 |
OEML | musik_D/De_Bassini_Familie |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1846-1919 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 1050421698 |
WIKIDATA | Q18631769 |
OEML | musik_B/Boschetti_Familie |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1821-1864 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 119497476 |
WIKIDATA | Q2650154 |
OEBL | oebl_A/Anderle_Alois_1821_1864 |
OEML | musik_A/Ander_Alois |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1810-1889 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 116662727 |
WIKIDATA | Q97025 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1812-1883 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118691929 |
WIKIDATA | Q155425 |
PMB | 113901 |
OEML | musik_F/Flotow_Friedrich |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1817-1909 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118668978 |
WIKIDATA | Q272572 |
OEML | musik_C/Cerrito_Fanny |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Staudigl, Joseph |
---|---|
Lebensdaten | 1807-1861 |
Beschreibung |
|
GND | 117223298 |
WIKIDATA | Q87496 |
OEBL | oebl_S/Staudigl_Joseph_1807_1861 |
OEML | musik_S/Staudigl_Joseph |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Wilt, Maria |
---|---|
Lebensdaten | 1834-1891 |
Beschreibung |
|
GND | 11703908X |
WIKIDATA | Q1897531 |
PMB | 27175 |
OEBL | oebl_W/Wilt_Marie_1834_1891 |
OEML | musik_W/Wilt_Marie |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Freigedank; Widmann |
---|---|
Lebensdaten | 1813-1883 |
Beschreibung |
|
GND | 118594117 |
WIKIDATA | Q1511 |
PMB | 13024 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1795-1875 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 117081523 |
WIKIDATA | Q695079 |
OEBL | oebl_J/Jansa_Leopold_1795_1875 |
OEML | musik_J/Jansa_Leopold |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1816-1887 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 118883194 |
WIKIDATA | Q3852210 |
OEBL | oebl_S/Salvi_Luigi-Matteo_1816_1887 |
OEML | musik_S/Salvi_Luigi |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Lebensdaten | 1865-1939 |
---|---|
Beschreibung |
|
GND | 1012743764 |
WIKIDATA | Q94847349 |
OEBL | oebl_S/Stern_Julius_1865_1939 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Kreutzer |
---|---|
Lebensdaten | 1819-1900 |
Beschreibung |
|
GND | 116533846 |
WIKIDATA | Q5700212 |
OEBL | oebl_K/Kreuzer_Heinrich_1819_1900 |
OEML | musik_K/Kreuzer_Familie |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Name (alt) | Wanderer |
---|---|
Werk |
|
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Ungarn |
---|---|
Land | HU, Hungary |
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 719819 |
GND | 4078541-5 |
WIKIDATA | Q28 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Baireuth |
---|---|
Land | DE, Germany |
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2951825 |
GND | 4005056-7 |
WIKIDATA | Q117804450 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Amerika; Nordamerika; Vereinigte Staaten; Union |
---|---|
Land | US, United States |
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 6252001 |
GND | 4078704-7 |
WIKIDATA | Q30 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | ES, Spain |
---|---|
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 3117735 |
GND | 4036862-2 |
WIKIDATA | Q116170766 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Italien |
---|---|
Land | IT, Italy |
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 3175395 |
GND | 4027833-5 |
WIKIDATA | Q38 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | DE, Germany |
---|---|
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 2921044 |
GND | 4011882-4 |
WIKIDATA | Q183 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Baiern; Bavarien |
---|---|
Land | DE, Germany |
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 2951839 |
GND | 4005044-0 |
WIKIDATA | Q980 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Land | GB, United Kingdom |
---|---|
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2643743 |
GND | 4074335-4 |
WIKIDATA | Q84 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Wartenberg |
---|---|
Land | CZ, Czechia |
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 6295559 |
GND | 4608573-7 |
WIKIDATA | Q745308 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Neapel; Naples |
---|---|
Land | IT, Italy |
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 3172394 |
GND | 4041476-0 |
WIKIDATA | Q49295418 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Frankreich |
---|---|
Land | FR, France |
Typ | A, country, state, region,... |
Geonames | 3017382 |
GND | 4018145-5 |
WIKIDATA | Q142 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Alternativname | Vindobona |
---|---|
Land | AT, Austria |
Typ | P, city, village,... |
Geonames | 2761369 |
GND | 4066009-6 |
WIKIDATA | Q1741 |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
Alternativtitel | Der Prophet |
GND ID | 300104286 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
Alternativtitel | Wallküre; Walkyre |
GND ID | 300170548 |
Werkbezug | |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
Alternativtitel | Die Nibelungen; Nibelungen-Cyklus; Nibelungenlied; Nibelungenring; Nibelungen-Ring; Nibelungendichtung; Ring der Nibelungen |
GND ID | 300170319 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
GND ID | 30005324X |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
GND ID | 300170483 |
Digitalisat | vorhanden |
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
Autor(en) | |
---|---|
Überprüft | mehrfach |
Weitere Details |
ACDH-CH OEAW
Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Bäckerstraße 13
1010 Wien
T: +43 1 51581-2200
E: acdh-ch-helpdesk@oeaw.ac.at
ACDH-CH betreibt einen Helpdesk, an den Sie gerne Ihre Fragen zu Digitalen Geisteswissenschaften stellen dürfen.