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Neue Freie Presse
Morgenblatt
Nr. 2934. Wien, Donnerstag, den 24. October 1872

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Komische Oper.“


0002Ed. H. Mit der Eröffnung des neuen Opernhauses
0003im Jahre 1869 hatte Wien eines der prächtigsten Theater
0004in Europa , wenn nicht das prächtigste erhalten. Dem Glanz
0005und der Größe des Gebäudes entspricht die scenische Pracht,
0006welche sich vor den Augen des Zuschauers entfaltet. Nur
0007auf einer Bühne von so riesigen Dimensionen, solchem Reich-
0008thum des Maschinen- und Decorationswesens, nur mit so
0009außerordentlichem starken Orchester, Chor und Ballet sind
0010Vorstellungen Meyerbeer ’scher, Gounod ’scher, Wagner ’scher
0011Opern möglich, wie wir sie im neuen Opernhause sehen.
0012Ein einziges Bedenken und Bedauern hat dieser prachtvolle
0013Bau alsbald hervorgerufen: daß hier der komischen und
0014Spieloper die Lebenslust fehlen werde, daß sie in diesen
0015weiten Räumen sich wirkungslos verflüchtigen müsse, wie
0016eine zu zarte Stimme, ein zu feines Gesicht. Der Verlauf
0017der letzten drei Jahre hat diese Besorgniß gerechtfertigt.
0018Anfänglich hielt man sich die Spieloper fast gänzlich vom
0019Leibe, die Mitglieder hatten vollauf zu thun mit der großen
0020Oper. Dann griff man zu dem Auskunftsmittel, an ein bis zwei
0021Abenden der Woche im alten Kärntnerthor-Theater das
0022kleinere Opern-Repertoire wieder zu spielen. Diese Maß-
0023regel, welche insbesondere Herbeck consequent durchzuführen
0024gedachte, bewährte sich aufs allerbeste. Dem Publicum
0025waren seine kleineren, heiteren Lieblingsopern bereits em-
0026pfindlich abgegangen, und wer einige Abende hindurch im
0027neuen Hause an dem Schaugepränge und den Massen-
0028effecten der großen Oper sich schwelgerisch gesättigt hatte,
0029der kehrte dann noch einmal so gern zu dem alten Theater
0030zurück, um die angestrengten Sinne in den klaren Fluthen
0031einer heiter-melodiösen Musik zu laben. Opern wie „Mignon “,
0032Freischütz “, „Fra Diavolo “, „Die weiße Frau “ schienen jetzt
0033doppelt ansprechend zu wirken, ja sie versammelten ein viel
0034dankbareres Publicum als ehedem. Das war die Rückwirkung
0035des neuen großen Opernhauses; man fing an, daneben das
0036kleine erst recht lieb zu gewinnen. In einem Feuilleton
0037dieses Blattes vom 7. Juli 1869 sprach ich dafür, es
0038möge das neue Opernhaus sich auf Ballete und große
0039Opern beschränken, der Spieloper hingegen eine feste Stätte
0040im alten Kärntnerthor-Theater bewahren. „So lange
0041wenigstens in dem alten Hause, als nicht ein neues,
0042eigens
für dieses kleinere, der Kunst nicht minder werth-
0043volle Genre erbaut wird. Die gesammte Literatur der komi-
0044schen und Conversations-Oper, des musikalischen Familien-
0045und Rührstückes mit gesprochenem Dialog fiele dieser Bühne
0046zu und wäre mit gleicher Sorgfalt wie die Opern im neuen
0047Hause zu pflegen. Dieses reiche, lohnende Feld wird allmä-
0048lig seine eigene Ausbildung verlangen und für die Haupt-
0049partien sein eigenes Personal; es wird mit der Zeit nicht
0050blos der Lückenbüßer, sondern der gleich geachtete und gleich
0051beschäftigte Rival der „Großen Oper“ sein. Uebereinstim-
0052mend mit dem Anwachsen der Bevölkerung, des Reichthums
0053und Kunstbedürfnisses in Wien entwickelt sich dann hoffent-
0054lich dieser Seitenzweig zu einem eigenen, selbstständigen
0055Opern-Institute, welches — sei es nun unter einem Hof-
0056oder einem Privatdirector — die Stellung der Opéra
0057Comique
und theilweise des Théâtre Lyrique in
0058Paris einnimmt.*) Dieses Endziel schwebt wol noch in
0071weiter Ferne, allein es kann nur vortheilhaft sein, dasselbe
0072jetzt schon ins Auge zu fassen und allmälig darauf loszu-
0073steuern.“ Und bald darauf, im September 1869, schloß ich
0074eine ähnliche Besprechung mit den Worten: „Je mehr es
0075den Anschein gewinnt, als würde in unserem neuen Opern-
0076hause Alles, was nicht große Ausstattungsoper und Ballet
0077ist, der Vergessenheit geweiht, desto mehr müssen wir die
0078Errichtung eines zweiten selbstständigen Opernhauses nach
0079Art der Paris er Opéra Comique anstreben.“


0080Jene zeitweilige Benützung des alten Kärntnerthor-
0081Theaters für einige der beliebteren Spielopern war von
0082kurzer Dauer. Durch den unerforschlichen Rathschluß hoher
0083und höchster Hofbehörden wurde das Kärntnerthor-Theater
0084„definitiv aufgelassen“, Decorationen und Requisiten eiligst
0085verkauft und jedem künftigen Pächter oder Käufer des
0086Hauses die unerbittliche Bedingung gestellt, daß niemals
0087darin mehr eine Theater-Vorstellung stattfinden dürfe. Diese
0088selbst im „Reiche der Unwahrscheinlichkeiten“ überraschende
0089Verfügung, durch welche das ehrwürdige Kärntnerthor-
0090Theater ohne Abschied, ohne feierliche Schlußvorstellung,
0091gleichsam bei Nacht und Nebel heimlich hingerichtet wurde,
0092hatte zur Folge, daß nun auch für die komischen Opern das
0093neue Haus alleinige Stätte ward. Es brachte deren einige
0094zur Aufführung, aber nur mit sehr bedingtem Erfolge.
0095Mochte die Besetzung noch so gewählt, die Aufführung noch
0096so sorgfältig vorbereitet sein, das Publicum hatte doch
0097jederzeit die Empfindung, es sei dies nicht der rechte Ort
0098für das feinere musikalische Lustspiel und Conversationsstück.
0099Der intime Reiz dieser feinen Genrebilder von Auber ,
0100Boieldieu etc. ging verloren in den weiten Hallen. Die
0101Schritte und Armbewegungen der Schauspieler wurden
0102nothgedrungen länger, ihre Mimik gewaltsamer, ihre Con-
0103versation nachdrücklicher, als sie in der Spieloper sein soll-
0104ten und als sie auf einer kleineren Bühne sicherlich gewesen
0105wären. Es wurde Einem nicht warm, nicht heimisch dabei,
0106und thatsächlich begannen alle Journalberichte über solche
0107Vorstellungen mit dem unausweichlichen Satze von der
0108geringen Tauglichkeit des neuen Opernhauses für die
0109komische Oper. In einem Feuilleton vom 19. Juni 1870
0110mußte ich bekennen, daß selbst für Opern wie „Joseph “
0111und „Der Wasserträger “ das neue Opernhaus wol
0112eine mögliche, aber keineswegs eine günstige Stätte sei.
0113„Viel weniger“ — so hieß es weiter — „steht dies von
0114der eigentlich komischen Oper zu hoffen, welche ein ungleich
0115feineres Mienenspiel und raschere, pointirte Behandlung des
0116Dialoges erfordert. Diese Gattung dürfte nach einigen An[2]-
0117läufen sich fast von selbst von dieser Bühne zurückziehen.
0118Darum bedauern wir auch die „Auflassung“ des alten
0119Kärntnerthor-Theaters, welches man ursprünglich als das
0120Asyl für die kleinere, heitere Oper beizubehalten gedachte.
0121Wir zweifeln aber nicht daran, daß über
0122kurz oder lang in Wien eine eigene Unter-
0123nehmung für die komische Oper entstehen
0124werde
. In dem Maße, als Wien — das über Nacht
0125zur Weltstadt aufgeblühte — sich nach allen Dimensionen noch
0126vergrößert, wird ein zweites, kleineres Opernhaus Bedürfniß
0127werden. Wenn Paris drei lyrische Bühnen hat (abge-
0128sehen von der Italienisch en Oper und vier bis fünf Vaude-
0129ville-Theatern, welche Offenbach spielen), so kann man Wien
0130den baldigen Zuwachs einer zweiten wol prophezeien. Sie
0131macht vielleicht die Carrière des Théâtre Lyrique, welches
0132sehr bescheiden anfing, bald durch liebenswürdige Talente
0133und ein gutes Repertoire Anziehungskraft übte, eine Staats-
0134subvention erhielt und zum Range eines kaiserlichen Thea-
0135ters erhoben wurde.“


0136Es ist Zeit, daß ich den geneigten Leser um Entschul-
0137digung bitte für diese nicht ohne Selbstüberwindung, aber
0138auch nicht ohne guten Grund gebrachten Selbstcitate. Es
0139lag mir nämlich daran, zu constatiren, daß ich für die Grün-
0140dung einer eigenen „Opéra comique“ in Wien wiederholt
0141und angelegentlich schon zu einer Zeit gesprochen habe, als
0142noch nicht die entfernteste Aussicht auf die Realisirung die-
0143ses Wunsches sich zeigte. Jetzt, wo ein solches Unternehmen
0144von einem Verein kunstsinniger Männer auf gesicherten
0145Grundlagen vorbereitet ist und rascher Verwirklichung ent-
0146gegengeht, fühle ich in mir etwas wie intellectuelle Mit-
0147urheberschaft und mit dieser die angenehme Verpflichtung,
0148die Novität bei den Lesern einzuführen.


0149Der für das neue Theater gewählte Name: „Komische
0150Oper
“ empfiehlt sich als wörtliche Uebersetzung von
0151„Opéra comique“. Er will in demselben Sinne verstanden
0152sein, wie von jener berühmten Paris er Bühne, welche das
0153musikalische Lustspiel zwar vorzugsweise, aber keineswegs
0154ausschließlich pflegt. Da man bei uns die strenge Clau-
0155sulirung der französisch en Theater-Privilegien nicht kennt,
0156wird die „Komische Oper“ in Wien ihr Repertoire noch
0157viel weiter ausdehnen und auch solche kleinere Opern geben
0158können, welche (wie „Liebestrank “ und „Don Pasquale “)
0159Recitative enthalten oder die Mitwirkung eines Ballets er-
0160heischen. Sie wird von Grétry bis Lortzing , von Dittersdorf
0161bis Offenbach sich ausbreiten dürfen. Das ganze reiche
0162Lustspiel-Repertoire der deutsch en, französisch en und italieni-
0163sch en Componisten steht ihr offen. Was längst in Frankreich
0164und seit Kurzem in Italien mit so großem Erfolge geschieht,
0165das Wiedereinstudiren classischer Buffo-Opern, es wird in
0166unserer „Komischen Oper“ Hand in Hand gehen mit der
0167Vorführung des Neuesten, was in diesem Fache von talent-
0168vollen, namhaften Autoren erscheint. Wer hat sich nicht in
0169Paris an den Vorstellungen der Opéra comique mit immer
0170neuem Interesse erquickt? Von dem alten Johann
0171Fr. Reichhardt an, der zu Ende des vorigen Jahrhun-
0172derts Briefe aus Paris schrieb, bis auf Eduard Devrient,
0173Otto Jahn und Alfred v. Wolzogen haben alle deut-
0174sch en Kunstkenner diese kleinere Bühne der „Großen Oper“
0175weit vorgezogen — ein Urtheil, das ich aus eigener Erfah-
0176rung vollständig unterschreiben muß. Freilich kann ein in
0177der Nation so fest wurzelndes Institut von künstlerischem
0178alten Adel wie die Opéra comique nicht sofort von
0179einem neuen, deutsch en Unternehmen erreicht werden. Wenn
0180aber die Wien er „Komische Oper“ auch nur halb so viel
0181leistet, gleichem Ziele zustrebend, so müssen ihr die Sym-
0182pathien des Publicums zufliegen.


0183Das Princip der Arbeitstheilung, das in Wissenschaft,
0184Kunst und Industrie unter modernes Leben durchdringt, ver-
0185langt auch auf der Schaubühne sein Recht. Eine Bühne,
0186die wie unser neues Opernhaus auf die glänzende Reprä-
0187sentation der großen Oper angewiesen und bis ins Detail
0188daraufhin eingerichtet ist, kann unmöglich die Spieloper in
0189gleicher Ausdehnung und mit gleichem Erfolge pflegen.
0190Selbst wenn sie es wollte, ihre Mittel würden den Dienst
0191versagen. Die Sänger der großen Oper, die ja hauptsäch-
0192lich mit Rücksicht auf starke, ausdauernde Stimmen und
0193leidenschaftlichen Gesangsvortrag ausgewählt werden, sind
0194in der Regel ungeeignet für die leichte Conversations-Oper,
0195sie werden es von Jahr zu Jahr mehr, in dem Maße, als
0196in ihrem Theater die große Oper immer entschiedener
0197Alleinherrscherin wird. Nur in einem eigenen, stabilen
0198Theater können sich Specialitäten für die komische Oper
0199ausbilden, ein Styl, eine Schule des Singens und Spielens
0200in diesem Kunstfache. Ohne die Opéra Comique in Paris
0201wären die reizendsten Talente, wie Madame Ugalde und
0202Montaubry , wie Condere und Berthelier und so viele An-
0203dere, niemals zur Entfaltung gekommen, sie wären
0204als Nebenfiguren in der Großen Oper verküm-
0205mert. So verkümmern in Deutschland zur Stunde
0206zahlreiche Künstler, welche durch die Natur ihrer
0207Stimme und ihres Talentes für die komische Oper ge-
0208schaffen, sich dennoch zu mittelmäßigen Verdi - und Wagner -
0209sängern hinaufschrauben, weil sie nur in diesem Fache eine
0210Carrière zu hoffen haben. Ist die „Komische Oper“ in Wien
0211einmal mit Glück eröffnet, so dürften zahlreiche Talente
0212dieser Art aus ganz Deutschland ihr zuströmen und sich zur
0213Meisterschaft entfalten. Gerade so wie jeder jugendliche
0214Theater-Aspirant, der Stimme besitzt, sich der Großen Oper
0215widmet, so macht sich in Deutschland fast jeder Musiker,
0216dem etwas einfällt oder auch nichts einfällt, an die Com-
0217position einer heroischen oder tragischen Oper. Wo sollte er
0218auch eine komische Oper zur Aufführung anbringen? Und ist sie
0219irgendwo angebracht, welch zweifelhafte, kurze Laufbahn steht
0220ihr weiter in Aussicht? In Paris ist das anders, das Be-
0221dürfniß nach Novitäten für die Opéra Comique und das
0222Théâtre Lyrique hält die Production in Fluß, und die bloße
0223Existenz dieser Theater hat manchen Componisten, dessen an-
0224muthiges Talent an einem tragischen Stoff zerschellt wäre,
0225dem heiteren Genre und damit einem glücklichen Wirkungs-
0226kreise zugeführt. Wir dürfen ähnlichen Einfluß von der
0227„Komischen Oper“ in Wien erwarten und hoffen, daß sie die
0228erschreckende Sterilität auf dem Felde des musikalischen Lust-
0229spiels in Deutschland allmälig brechen und für die Composition
0230neuer komischer Opern den kräftigsten Hebel bilden werde.

[3]


0231So erscheint denn vom musikalischen Standpunkte die
0232Gründung einer eigenen „Komischen Oper“ in jedem Be-
0233tracht erfreulich und vielverheißend. Sie begegnet einem
0234künstlerischen wie einem geselligen Bedürfnisse Wien s, das
0235auf seiner gegenwärtigen Höhe unstreitig zu wenig Theater
0236besitzt und namentlich einer zweiten Opernbühne die ge-
0237winnreichste Zukunft verspricht. Natürlich wird die „Ko-
0238mische Oper“ erst durch ihre Leistungen die ihr jetzt schon
0239entgegenkommenden Sympathien nachträglich verdienen und
0240rechtfertigen müssen. Alles oder doch das Meiste wird von
0241dem Wie der Ausführung abhängen. Zur Stunde, wo
0242der Bau noch nicht einmal begonnen hat, kann über den
0243künftigen künstlerischen Inhalt desselben unmöglich schon
0244etwas bekannt sein. Es bieten sich den Conjectural-Politi-
0245kern nur einige wenige Anhaltspunkte. Diese sind zuerst
0246die allgemein geachteten Namen der Concessions-Besitzer,
0247sodann die Persönlichkeit des artistischen Directors. Man
0248kennt Herrn Albin Swoboda nicht blos als einen
0249Künstler von glänzendem Talent, sondern auch als gewieg-
0250ten Theater-Praktiker von Geschmack und Bildung. In den
0251vom Theater an der Wien sporadisch versuchten Opern-Auf-
0252führungen („Zilda “, „Der Schatten “ etc.) ragte Swoboda
0253jederzeit als die erste Kraft hervor, durch jene innige Ver-
0254schmelzung von graziösem Gesang und charakteristischem
0255Spiele, welche die erste und höchste Eigenschaft für die ko-
0256mische Oper bedeutet. Mit einer genauen Kenntniß frem-
0257der Bühnen verbindet er die genaueste des Wien er Ge-
0258schmackes. Jung, ehrgeizig und gefeiert, dürfte Swoboda
0259der rechte Mann sein, im Interesse der neuen Schöpfung
0260alle seine Kräfte anzuspannen. Noch Eines. Wien ist die
0261erste deutsch e Stadt — ja, meines Wissens die erste Stadt
0262außer Paris — welche ein eigenes Theater für die „Ko-
0263mische Oper“ errichtet. Diese Priorität vor allen deutsch en
0264Großstädten darf die Gründer des neuen Operntheaters
0265mit einigem Stolz erfüllen, so wie es uns Uebrige stets
0266mit Freude erfüllt, so oft Wien sich in einem neuen Felde
0267in die Spitze des Fortschrittes stellt.

Fußnoten
  • *)Die Opéra Comique pflegt bekanntlich nicht blos das eigent-
    lich komische Fach (wie die Werke von Auber , Adam etc.), sondern
    auch jene ernsten oder halbernsten Opern, welche — dem älteren
    deutsch en „Singspiel“ analog — gesprochene Prosa enthalten und
    weder Ballet noch große Chormassen verwenden, wie Méhul ’s
    Joseph “, Cherubini ’s „Wasserträger “; von neueren Opern „Zampa “,
    Lalla Rookh “, „Mignon “, „Dinorah “ und andere. Sie beschränkt
    sich auf französisch e Original-Opern. Das Théâtre Lyrique bringt
    neben einigen großen Opern hauptsächlich die in Paris beliebt ge-
    wordenen Stücke des deutsch en und italienisch en Repertoires, wie
    Freischütz “, „Entführung aus dem Serail “, „Martha “, „Lucia “,
    Traviata“.