Neue Freie Presse
Morgenblatt
Nr. 5166. Wien, Dienstag, den 14. Januar 1879
0002So lautet der Titel eines bei Behr in Berlin er-
0003schienenen merkwürdigen Buches, das uns manche Stunde
0004lang gefesselt und erfreut hat. Der Umfang dieser Familien-
0005Chronik erregte uns zwar beim ersten Anblick einigen
0006Schrecken. Drei Bände über die Familie Mendelssohn? Und
0007obendrein meistens Briefe von Damen? Gar bald jedoch
0008waren wir heimisch in diesen Verhältnissen, vertraut in diesem
0009seltenen Kreise vortrefflicher und geistvoller Menschen. Ein
0010unvergleichliches Familienleben entfaltet sich vor uns, in
0011welchem Felix Mendelssohn-Bartholdy als
0012der Berühmteste und Bedeutendste zwar den leuchtenden
0013Mittelpunkt bildet, aber keineswegs das ausschließliche In-
0014teresse. Jedes der Familienglieder, die uns hier lebendig in
0015Briefen und Tageblättern entgegentreten, ist in seiner Weise
0016eigenthümlich und bedeutend. Der Herausgeber Sebastian
0017Hensel, der Sohn Fanny Hensel’s (der Lieblingsschwester
0018Felix Mendelssohn’s), hatte das Buch ursprünglich für den
0019Familienkreis bestimmt; er wünschte, daß seine Kinder etwas
0020mehr von ihren Voreltern erführen, als in bürgerlichen
0021Kreisen üblich ist. Auf Zureden der Freunde entschloß er sich
0022nach fünfzehn Jahren zur Ueberarbeitung und Veröffent-
0023lichung des Buches, dem er mit gutem Rechte das Motto
0024aus Goethe’s „Iphigenia“ vorsetzen durfte:
0025Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, /
0026Der froh von ihren Thaten, ihrer Größe /
0027Den Hörer unterhält, und still sich freuend /
0028Ans Ende dieser schönen Reihe sich /
0029Geschlossen sieht. /
0030Das Buch beginnt mit Moses Mendelssohn, dem
0031berühmten Philosophen, dem Großvater Felix Mendelssohn’s.
0032Aus welch elenden Verhältnissen hat sich der Mann, der
0033Lessing’s Achtung und Freundschaft besaß, ja gewisser-
0034maßen zu „Nathan dem Weisen“ Modell gesessen, herauf-
0035arbeiten müssen! Die Bedrückungen, welche damals der
0036Staat gegen die Juden ausübte, klingen heutzutage unglaub-
0037lich. So mußte unter Friedrich Wilhelm I. die Berliner
0038Judenschaft die auf den großen Hofjagden erlegten Wild-
0039schweine kaufen. Unter Friedrich dem Großen mußte jeder
0040Jude bei seiner Verheiratung für eine bestimmte Summe
0041Porcelan aus der neugegründeten Porcelanfabrik in Berlin
0042entnehmen, und zwar nicht nach eigener Wahl, sondern nach
0043dem Belieben der Fabrik, welche sich auf diese Weise natür-
0044lich ihre Ladenhüter vom Halse schaffte. So mußte Moses
0045Mendelssohn, der damals schon allgemein bekannte und ge-
0046achtete Mann, zwanzig lebensgroße, massiv porcelanene
0047Affen nehmen, von denen einige noch in der Familie be-
0048wahrt werden. Unter Friedrich dem Großen, dem Aufge-
0049klärten! Man kennt die Biographie Moses Mendelssohn’s,
0050aber wenig bekannt ist die reizende Geschichte seiner Heirat.
0051Sie möge hier stehen, wie sie nach mündlicher Ueber-
0052lieferung zuerst Berthold Auerbach erzählt hat. Moses
0053Mendelssohn war im Bade Pyrmont. Hier lernte
0054er den Kaufmann Gugenheim aus Hamburg kennen.
0055„Rabbi Moses,“ sagte dieser eines Tages, „wir Alle
0056verehren Sie, aber am meisten verehrt Sie meine Tochter.
0057Mir wäre es das höchste Glück, Sie zum Eidam zu haben;
0058besuchen Sie uns doch einmal in Hamburg.“ Moses Men-
0059delssohn war sehr schüchtern, denn er war traurig verwachsen.
0060Endlich entschloß er sich doch von Berlin aus zur Reise nach
0061Hamburg und besucht Gugenheim in seinem Comptoir.
0062Dieser sagt: „Gehen Sie hinauf zu meiner Tochter, sie wird
0063sich freuen, Sie zu sehen, ich habe ihr viel von Ihnen er-
0064zählt.“ Mendelssohn besucht die Tochter; andern Tags kommt
0065er zu Gugenheim und fragt endlich, was die Tochter, die
0066ein gar anmuthiges Wesen sei, von ihm gesagt habe? „Ja,
0067verehrter Rabbi,“ antwortet Gugenheim, „soll ich’s Ihnen
0068ehrlich sagen?“ — „Natürlich!“ — „Nun, Sie sind ein
0069Philosoph, ein Weiser, ein großer Mann, Sie werden es
0070dem Kinde nicht übelnehmen; sie hat sagt, sie wäre er-
0071schrocken, wie sie Sie gesehen hat, weil —“ — „Weil ich einen
0072Buckel habe?“ Gugenheim nickte. „Ich habe es mir gedacht,
0073ich will aber doch bei Ihrer Tochter Abschied nehmen.“ Er
0074ging hinauf in die Wohnung und setzte sich zu der Tochter,
0075die nähte. Sie sprachen gut und schön mit einander, aber das
0076Mädchen sah nicht von ihrer Arbeit auf, vermied, Mendels-
0077sohn anzusehen. Endlich, da dieser das Gespräch geschickt so
0078gewendet, fragt sie: „Glauben Sie auch, daß die Ehen im
0079Himmel geschlossen werden?“ — „Gewiß, und mir ist noch
0080was Besonderes geschehen. Bei der Geburt eines Kindes
0081wird im Himmel ausgerufen: Der und Der bekommt Die
0082und Die. Wie ich nun geboren wurde, wird mir auch meine
0083Frau ausgerufen, aber dabei heißt es: Sie wird, leider
0084Gottes, einen Buckel haben, einen schrecklichen. Lieber Gott,
0085habe ich da gesagt, ein Mädchen, das verwachsen ist, wird
0086gar leicht bitter und hart, ein Mädchen soll schön sein;
0087lieber Gott, gib mir den Bückel, und laß das Mädchen
0088schlank gewachsen und wohlgefällig sein.“ Kaum hatte Moses
0089Mendelssohn das gesagt, als ihm das Mädchen um den
0090Hals fiel — und sie ward seine Frau, und sie wurden
0091glücklich mit einander.
0092Moses Mendelssohn hinterließ drei Söhne (Joseph,
0093Nathan, Abraham) und drei Töchter (Dorothea, Henriette
0094und Recha). Wer aus den vorliegenden Briefen und Tage-
0095buchblättern die Kinder und Enkel Moses Mendelssohn’s kennen
0096lernt, der staunt wol über den Reichthum an Talenten, an
0097Geist und an Originalität in ein und derselben Familie.
0098Unwillkürlich denkt man an die Darwin’sche Theorie von der
0099Vererbung. Die beiden ältesten Söhne Moses’ lebten anfangs
0100als Kaufleute in Hamburg, verließen es aber während der
0101Belagerung durch die Franzosen und gründeten das bekannte
0102Bankhaus in Berlin. Von dem Einen, Joseph, der sich viel
0103mit Wissenschaften beschäftigte, wird uns ein Zug von groß-
0104artiger Liebenswürdigkeit erzählt. Alexander v. Humboldt,
0105mit Joseph sehr befreundet, besuchte ihn eines Tages in sehr
0106übler Laune. Seine Wohnung war ihm gekündigt worden
0107und der Gedanke an eine Uebersiedlung, an den Transport
0108seiner umfangreichen wissenschaftlichen Sammlungen machte
0109Humboldt ganz mißmuthig. Joseph Mendelssohn hörte ihn
0110ruhig an und sagte nichts. Am Nachmittag aber erhielt
0111Humboldt einen Brief von ihm, „er solle ruhig, so lange er
0112wolle, in dem Hause wohnen bleiben, er (Joseph) sei jetzt
0113sein Wirth, er habe das Haus gekauft“. Joseph starb, wie
0114sein Vater Moses, eines schnellen und schmerzlosen Todes
0115(1848). Auch dieses Glück erscheint fast erblich in der Fa-
0116milie Mendelssohn; den meisten in dieser Familien-Chronik
0117verzeichneten Todesfällen ging keine Krankheit oder eine äußerst
0118kurze voran.
0119Die älteste von den Töchtern Moses Mendelssohn’s,
0120Dorothea, ist durch ihre Ehe mit dem Dichter Friedrich
0121Schlegel allgemein bekannt. Ihr lebhafter Geist, durch die [2]
0122Anregung im väterlichen Hause und durch die Freundschaft
0123mit Henriette Herz und Rahel Varnhagen hoch ausgebildet,
0124wurde ihr zum verhängnißvollen Geschenk. Der Verfasser
0125unseres Buches kann den Tadel nicht unterdrücken, daß
0126Dorotheens Vater, so weit vorgeschritten er auch dem da-
0127maligen Judenthum war, dennoch eine schlimme Sitte des-
0128selben beibehalten hatte, nämlich bei Verheiratung der Töchter
0129Letztere nie um ihre Neigung zu befragen. Diese orientalische
0130Anschauung des Weibes als einer Sache, die der Familien-
0131vater nach freier Willkür „vergibt“, rächte sich an allen
0132Töchtern Moses Mendelssohn’s. Dorothea wurde noch jung
0133an einen jüdischen Kaufmann Simon Veit verheiratet, dem
0134sie keine Neigung entgegenbrachte, bei dem ihr Geist keine
0135Nahrung fand. So nahm denn der geistvolle, bereits litera-
0136risch berühmte Friedrich Schlegel bald ihr Herz gefangen,
0137und sie ließ sich, obwol bereits Mutter von zwei Söhnen,
0138von ihrem Gatten scheiden und folgte dem sieben Jahre
0139jüngeren Schlegel, der sie erst später (1802) heiratete und
0140ihre aufopfernde Hingebung keineswegs nach Verdienst
0141lohnte. Auch die Ehe von Moses’ zweiter Tochter, Recha,
0142war unglücklich und wurde bald getrennt. Die dritte,
0143Henriette, blieb unverheiratet und wurde Erzieherin
0144der Tochter des Grafen Sebastiani in Paris.
0145Mit unsäglicher Liebe und Aufopferung widmete sich Henriette
0146der Erziehung des jungen Mädchens, das später durch ein
0147tragisches Geschick Gegenstand der allgemeinen Theilnahme
0148werden sollte. Die Comtesse Fanny Sebastiani heiratete näm-
0149lich den damals neunzehnjährigen Herzog von Choiseul-Praslin,
0150der sie im Jahre 1847 ermordete. Henriette Mendelssohn
0151war katholisch geworden; sie zog nach der Verheiratung von
0152Fanny Sebastiani nach Berlin zurück und lebte da im innigen
0153Verkehr mit der Familie ihres Bruders Abraham bis zu
0154ihrem Tode (1831). Dieser Abraham ist einer der prächtig-
0155sten Charakterköpfe in der stattlichen Porträt-Galerie der
0156Mendelssohns. Man wußte bisher nicht viel mehr von ihm,
0157als daß er der Sohn des berühmten Philosophen Mendels-
0158sohn und der Vater des berühmten Componisten Mendels-
0159sohn gewesen. Er selbst nannte sich einmal ebenso witzig als
0160bescheiden: einen „Gedankenstrich zwischen Moses und Felix“.
0161In seinen Briefen lernen wir ihn hochachten und lieben als
0162einen Mann von unbeugsamer Rechtschaffenheit, scharfem
0163Verstand und einer unvergleichlichen Mischung von Zärtlichkeit
0164und Strenge gegen seine Kinder. Ein schöneres Verhältniß
0165zwischen Vater und Sohn läßt sich kaum denken, als das
0166zwischen Abraham und Felix Mendelssohn. Letzterer erbittet
0167sich, längst reif und selbstständig geworden, noch immer den
0168Rath seines Vaters in allen halbwegs wichtigen Dingen. Das
0169Merkwürdigste ist, daß Abraham, welcher Musik weder praktisch
0170noch theoretisch jemals selbst getrieben, dennoch über Compositionen
0171seines Sohnes Felix treffende, sogar ins Detail eingehende Urtheile
0172fällt. Seine brieflichen Ermahnungen an die Kinder sind voll Licht
0173und Wärme, einfach im Ausdruck und doch den tiefsten Kern
0174der Sache treffend. Abraham ließ seine Kinder im Christen-
0175thum erziehen; auf den Rath seines Schwagers Salomon,
0176der schon früher Christ geworden war und den Namen
0177Bartholdy angenommen hatte, nannte nun auch Abraham
0178sich und die Seinen „Mendelssohn-Bartholdy“
0179zur Unterscheidung von den übrigen Mendelssohns. Jener
0180Bartholdy (der Bruder von Abraham’s Frau) ist derselbe
0181feine Kunstkenner, der als preußischer Diplomat in Rom
0182lebte und dort die „Casa Bartholdy“ auf dem Monte Pincio
0183von den besten deutschen Künstlern ausschmücken ließ. Wir
0184können uns nicht versagen, die Hauptstellen des merkwürdi-
0185gen Briefes, den Abraham an seine Tochter Fanny bei Ge-
0186legenheit ihrer Confirmation schrieb (1820), hier zu repro-
0187duciren:
0188Ob Gott ist? Was Gott sei? Ob ein Theil unseres Selbst
0189ewig sei und, nachdem der andere Theil vergangen, fortlebe? Und
0190wo? Und wie? — Alles das weiß ich nicht und habe dich deß-
0191wegen nie etwas darüber gelehrt. Allein ich weiß, daß es in mir
0192und in dir und in allen Menschen einen ewigen Hang zu allem
0193Guten, Wahren und Rechten und ein Gewissen gibt, welches uns
0194mahnt und leitet, wenn wir uns davon entfernen. Ich weiß es,
0195glaube daran, lebe in diesem Glauben, und er ist meine Religion.
0196Die konnte ich dich nicht lehren, und es kann sie Niemand erlernen,
0197es hat sie ein Jeder, der sie nicht absichtlich und wissentlich ver-
0198leugnet; und daß du das nicht würdest, dafür bürgte mir das Bei-
0199spiel deiner Mutter, deren ganzes Leben Pflichterfüllung, Liebe,
0200Wohlthun ist, dieser Religion in Menschengestalt. Du wuchsest heran
0201unter ihrem Schutz und unbewußter Nachahmung dessen, was dem
0202Menschen einen Werth gibt. ... Dies ist Alles, was ich dir über
0203Religion sagen kann, Alles, was ich davon weiß; aber das wird
0204wahr bleiben, so lange ein Mensch in der Schöpfung existirt. Die
0205Form, unter der es dir dein Religionslehrer gesagt, ist geschichtlich
0206und wie alle Menschensatzungen veränderlich. Vor einigen tausend
0207Jahren war die jüdische Religion die herrschende, dann die heidnische,
0208jetzt ist es die christliche. Wir, deine Mutter und ich, sind von mei-
0209nen Eltern im Judenthum geboren und erzogen worden und haben,
0210ohne diese Form verändern zu müssen, dem Gott in uns und unserem
0211Gewissen zu folgen gewußt. Wir haben euch, dich und deine Ge-
0212schwister, im Christenthum erzogen, weil es die Glaubensform der
0213meisten gesitteten Menschen ist und nichts enthält, was euch vom
0214Guten ableitet, vielmehr Manches, was euch zur Liebe, zum Gehor-
0215sam, zur Duldung und zur Resignation hinweist, sei es auch nur
0216das Beispiel des Urhebers, von so Wenigen erkannt und noch Weni-
0217geren befolgt.
0218Von Abraham’s Kindern zeigten zwei, Felix und Fanny,
0219schon frühzeitig eine außerordentliche Begabung für Musik.
0220Was Felix an wunderbarer musikalischer Frühreife geleistet,
0221hierin nur Mozart vergleichbar, ist bekannt. Aber auch
0222Fanny’s Talent gehörte zu den ungewöhnlich entwickelten.
0223Sie hatte Generalbaß und Compositions-Lehre studirt; manche
0224von ihr componirte Lieder hat Felix unter seinem Namen
0225erscheinen lassen, da Fanny’s echte Bescheidenheit es so
0226wünschte. Als Clavierspielerin war sie in manchen Stücken
0227ihrem Bruder ebenbürtig, und von ihrem musikalischen Ge-
0228dächtniß legte sie als dreizehnjähriges Kind eine glänzende
0229Probe ab, indem sie zur Ueberraschung für den Vater vier-
0230undzwanzig Bach’sche Präludien auswendig lernte. Fanny
0231heiratete den Maler Hensel, von dem die schönen charakte-
0232ristischen Porträts von Abraham und Lea, Felix und Cecile
0233Mendelssohn, von Fanny und Rebekka gezeichnet sind, welche
0234das uns vorliegende Buch schmücken. Die Werbung Hensel’s
0235um Fanny’s Hand verschafft uns wieder einen unerwarteten
0236Einblick in den Charakter der Mutter: Lea. Diese seltene
0237Frau dachte zwar nicht daran, den Herzensbund der beiden
0238jungen Leute zu stören, allein eine förmliche Verlobung schien
0239ihr noch zu früh, und so stellte sie Hensel die Bedingung,
0240daß während seiner ersten Studienreise nach Italien kein
0241Briefwechsel zwischen ihm und Fanny stattfinde. Der Brief,
0242in welchem Lea ihrem späteren Schwiegersohne die Gründe
0243dieses Verlangens auseinandersetzt, könnte in einer Muster-
0244sammlung stehen. Mama Lea führte, ihrem Versprechen ge-
0245mäß, selbst die Correspondenz mit Hensel, bis dieser nach
0246fünf Jahren seine geliebte Fanny heiratete.
0247Eine Schweizer-Reise und zwei italienische Reisen geben
0248den Anlaß und Stoff zu einer Reihe von Briefen der
0249Schwestern Fanny und Rebekka. Beide sind treffliche Brief-
0250stellerinnen, von feiner Beobachtungsgabe und sogar (was [3]
0251bei Damen nicht häufig vorkommt) mit lebhaftem Sinne für
0252alles Komische. Neben Fanny, der Anmuthigeren und Phan-
0253tasievolleren, steht Rebekka (in der Familie „Beckchen“ ge-
0254nannt) als die Schärfere und Witzigere. Beide waren ebenso
0255sehr durch ihre seltene Bildung ausgezeichnet (Rebekka las
0256Homer und Plato in der Ursprache), wie durch natürliche
0257Liebenswürdigkeit. Da die ganze geistige Aristokratie Berlins
0258und die bedeutendsten Fremden das Mendelssohn’sche Haus
0259besuchten (insbesondere Fanny’s Sonntagsmusiken), so be-
0260gegnen wir in diesen Familienbriefen den berühmtesten Per-
0261sönlichkeiten jener Zeit. — Von Felix Mendelssohn sind be-
0262kanntlich zwei Bände Briefe veröffentlicht, welche uns das
0263Bild dieses hochbegabten, edlen Künstlers erst vollständig
0264machen und in ganz Deutschland einen Anklang gefunden
0265haben, fast wie seine musikalischen Compositionen. Ist doch
0266von den „Reisebriefen“ bereits die achte Auflage erschienen.
0267Aus diesen ist in der „Familie Mendelssohn“ nur das für
0268den Zusammenhang unbedingt Nothwendige wiederholt;
0269fünfzig bis sechzig Briefe von Felix erscheinen jedoch hier
0270zum erstenmale gedruckt. Besonders anziehend und reichhaltig
0271sind darunter seine Briefe aus England und Schottland aus
0272dem Jahre 1829, dann einige Briefe aus Frankfurt aus
0273seiner Bräutigamszeit, endlich mancher aufklärende Beitrag
0274über die Geschichte seiner Berufung nach Berlin. Der Ver-
0275suchung, auch nur Einiges daraus mitzutheilen, müssen wir
0276widerstehen und verweisen auf die lohnende Lectüre des Buches.
0277Man höre sie selbst sprechen, diese glücklichen Sonntags-
0278kinder: Felix, Fanny und Rebekka! Das Buch schließt mit
0279dem Tode Felix Mendelssohn’s (1847), der seine geliebte
0280Schwester Fanny nur um sechs Monate überlebt hat. Rebekka
0281überlebte die Geschwister um elf Jahre; sie starb erst 1858
0282in Göttingen, wohin ihr Mann, der berühmte Mathematiker
0283Dirichlet, nach dem Tode von Gauß berufen worden
0284war. Zwei junge Enkelinnen von Fanny, Töchter Sebastian
0285Hensel’s, des Herausgebers des hier besprochenen Buches,
0286haben in einigen Illustrationen in Konewka’s Manier bereits
0287Proben eines ungewöhnlichen Zeichentalentes geliefert. So
0288treibt die reiche Begabung der Familie Mendelssohn noch
0289heute in den Ur-Urenkeln des alten Moses frische grüne
0290Zweige. e.h.
| Name (alt) | Mendelssohn |
|---|---|
| Lebensdaten | 1805-1847 |
| Beschreibung |
|
| GND | 118580736 |
| WIKIDATA | Q57286 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1756-1791 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118584596 |
| WIKIDATA | Q254 |
| PMB | 12303 |
| OEML | musik_M/Mozart_Familie |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Werk |
|
|---|---|
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Mendelssohn, Rebekka |
|---|---|
| Lebensdaten | 1811-1858 |
| Beschreibung |
|
| GND | 116138211 |
| WIKIDATA | Q95404 |
| Überprüft | einmalig |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1779-1825 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 11606899X |
| WIKIDATA | Q115970246 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1777-1842 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 116881119 |
| WIKIDATA | Q1810407 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1809-1847 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118580779 |
| WIKIDATA | Q46096 |
| PMB | 12228 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1772-1851 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 117458937 |
| WIKIDATA | Q115849 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1688-1740 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118535978 |
| WIKIDATA | Q105013 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1812-1882 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 11865103X |
| WIKIDATA | Q76715 |
| PMB | 6050 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1771-1833 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118626175 |
| WIKIDATA | Q61793 |
| PMB | 26411 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Homer |
|---|---|
| Lebensdaten | unbekannt (8. Jhdt. v.u.Z.) |
| Beschreibung |
|
| GND | 11855333X |
| WIKIDATA | Q6691 |
| PMB | 2495 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1769-1859 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118554700 |
| WIKIDATA | Q6694 |
| PMB | 149346 |
| Überprüft | einmalig |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Platon |
|---|---|
| Lebensdaten | 428/7-348/7 v.u.Z. |
| Beschreibung |
|
| GND | 118594893 |
| WIKIDATA | Q859 |
| PMB | 4336 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1794-1861 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118549316 |
| WIKIDATA | Q560757 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1777-1855 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 104234644 |
| WIKIDATA | Q6722 |
| PMB | 65594 |
| Überprüft | einmalig |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1841-1871 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 119046393 |
| WIKIDATA | Q102579 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1729-1785/86 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118580744 |
| WIKIDATA | Q76997 |
| PMB | 150306 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Gugenheim |
|---|---|
| Lebensdaten | 1737-1812 |
| Beschreibung |
|
| GND | 122230310 |
| WIKIDATA | Q20980279 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1805-1859 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 11852593X |
| WIKIDATA | Q29193 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1729-1781 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118572121 |
| WIKIDATA | Q34628 |
| PMB | 12053 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1776-1835 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 116881011 |
| WIKIDATA | Q70138 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1754-1819 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 138415188 |
| WIKIDATA | Q42309186 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Jeaurenauel, Cecile |
|---|---|
| Lebensdaten | 1817-1853 |
| Beschreibung |
|
| GND | 116881054 |
| WIKIDATA | Q114366 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Darvin |
|---|---|
| Lebensdaten | 1809-1882 |
| Beschreibung |
|
| GND | 118523813 |
| WIKIDATA | Q1035 |
| PMB | 6761 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1805-1847 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 1102063487 |
| WIKIDATA | Q256050 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1807-1847 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 120882426 |
| WIKIDATA | Q22018497 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1685-1750 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 11850553X |
| WIKIDATA | Q1339 |
| PMB | 10806 |
| OEML | musik_B/Bach_Familie_1 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1810-? |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 1037650956 |
| WIKIDATA | Q133479665 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1700-1766 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 136986420 |
| WIKIDATA | Q94784942 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Hensel |
|---|---|
| Lebensdaten | 1858-1928 |
| GND | 1034902113 |
| WIKIDATA | Q94774291 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Hensel |
|---|---|
| Lebensdaten | 1857-1891 |
| GND | 1214204996 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Friedrich der Große |
|---|---|
| Lebensdaten | 1712-1786 |
| Beschreibung |
|
| GND | 118535749 |
| WIKIDATA | Q33550 |
| PMB | 4823 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1775-1831 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 137018967 |
| WIKIDATA | Q23437071 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Göthe |
|---|---|
| Lebensdaten | 1749-1832 |
| Beschreibung |
|
| GND | 118540238 |
| WIKIDATA | Q5879 |
| PMB | 11461 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1782-1852 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 137019254 |
| WIKIDATA | Q1411733 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1830-1898 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 116720948 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Mendelssohn |
|---|---|
| Lebensdaten | 1764-1839 |
| Beschreibung |
|
| GND | 118607979 |
| WIKIDATA | Q77271 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Dieu; Dio; Gott; Herr; Seigneur; Vater |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| Werk |
|
| GND | 4021662-7 |
| WIKIDATA | Q190 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Name (alt) | Mendelssohn |
|---|---|
| Lebensdaten | 1767-1831 |
| Beschreibung |
|
| GND | 1211961168 |
| WIKIDATA | Q23059571 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1764-1847 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118550152 |
| WIKIDATA | Q63460 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1772-1829 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 118607987 |
| WIKIDATA | Q157271 |
| PMB | 12668 |
| OEBL | oebl_S/Schlegel_Friedrich_1772_1829 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Lebensdaten | 1770-1848 |
|---|---|
| Beschreibung |
|
| GND | 116877227 |
| WIKIDATA | Q96515 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Land | DE, Germany |
|---|---|
| Typ | P, city, village,... |
| Geonames | 2925533 |
| GND | 4018118-2 |
| WIKIDATA | Q122166308 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Alternativname | Helvetien |
|---|---|
| Land | CH, Switzerland |
| Typ | A, country, state, region,... |
| Geonames | 2658434 |
| GND | 4053881-3 |
| WIKIDATA | Q39 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Land | FR, France |
|---|---|
| Typ | P, city, village,... |
| Geonames | 2988507 |
| GND | 4044660-8 |
| WIKIDATA | Q90 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| GND | 4075699-3 |
|---|---|
| WIKIDATA | Q205653 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Alternativname | Schottland |
|---|---|
| Land | GB, United Kingdom |
| Typ | A, country, state, region,... |
| Geonames | 2638360 |
| GND | 4053233-1 |
| WIKIDATA | Q22 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Land | DE, Germany |
|---|---|
| Typ | P, city, village,... |
| Geonames | 2911298 |
| GND | 4023118-5 |
| WIKIDATA | Q1055 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| GND | 4047194-9 |
|---|---|
| WIKIDATA | Q38872 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Alternativname | Italien |
|---|---|
| Land | IT, Italy |
| Typ | A, country, state, region,... |
| Geonames | 3175395 |
| GND | 4027833-5 |
| WIKIDATA | Q38 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Land | IT, Italy |
|---|---|
| Typ | T, mountain,hill,rock,... |
| Geonames | 8015111 |
| GND | 4337875-4 |
| WIKIDATA | Q550215 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Land | DE, Germany |
|---|---|
| Typ | P, city, village,... |
| Geonames | 2950159 |
| GND | 4005728-8 |
| WIKIDATA | Q64 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Alternativname | Göttigen |
|---|---|
| Land | DE, Germany |
| Typ | P, city, village,... |
| Geonames | 2918632 |
| GND | 4021477-1 |
| WIKIDATA | Q32518229 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Geonames | 2953379 |
|---|---|
| GND | 4047920-1 |
| WIKIDATA | Q556352 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Alternativname | Rom; Ewige Stadt |
|---|---|
| Land | IT, Italy |
| Typ | P, city, village,... |
| Geonames | 3169070 |
| GND | 4050471-2 |
| WIKIDATA | Q220 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Land | GB, United Kingdom |
|---|---|
| Typ | A, country, state, region,... |
| Geonames | 6269131 |
| GND | 4014770-8 |
| WIKIDATA | Q21 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Land | DE, Germany |
|---|---|
| Typ | A, country, state, region,... |
| Geonames | 2921044 |
| GND | 4011882-4 |
| WIKIDATA | Q183 |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Autor(en) | |
|---|---|
| GND ID | 4099201-9 |
| Digitalisat | vorhanden |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Autor(en) | |
|---|---|
| Digitalisat | vorhanden |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Autor(en) | |
|---|---|
| Digitalisat | vorhanden |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
| Autor(en) | |
|---|---|
| Werkbezug | |
| Digitalisat | vorhanden |
| Überprüft | mehrfach |
| Weitere Details |
ACDH OEAW
Austrian Centre for Digital Humanities
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Bäckerstraße 13
1010 Wien
T: +43 1 51581-2200
E: acdh-office@oeaw.ac.at
ACDH betreibt einen Helpdesk, an den Sie gerne Ihre Fragen zu Digitalen Geisteswissenschaften stellen dürfen.