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Neue Freie Presse
Morgenblatt
Nr. 5224. Wien, Donnerstag, den 13. März 1879

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Concerte.


0002Ed. H. Unter den Reliquien Herbeck’s hat sich ein
0003vierhändig gesetzter Marsch in H-moll vorgefunden, der
0004für die Herren Epstein und Lorenz zur Aufführung
0005in einem geselligen Kreise bestimmt war. Der Gedanke
0006lag nahe, diesen nachgelassenen Marsch nun auch öffent-
0007lich vorzuführen in den „Gesellschafts-Concerten“, wo
0008jede Erinnerung an Herbeck eine gute Statt findet. So
0009begrüßten wir denn auch am letzten Sonntag die Herbeck’sche
0010Novität mit wehmüthiger Freude, wie ein unverhofftes
0011Liebeszeichen von Jenseits. Die Erinnerung weilte da mehr
0012bei dem liebenswerthen Menschen als bei dem Componisten,
0013der ja ungleich Besseres geschaffen, als diese leicht hingewor-
0014fene Gelegenheitsmusik. Immerhin blicken die wohlbekannten
0015Züge Herbeck’s unverkennbar aus diesem Marsch, mit seinen
0016anmuthig spielenden, bequemen Rhythmen, seiner österreichisch 
0017angehauchten Melodie und seinem cordialen Arm-in-Arm mit
0018Schubert. Der günstige Erfolg des Stückes ist zu nicht geringem
0019Theile Verdienst des Herrn Kremser, welcher es instru-
0020mentirt und in dieser concertfähigen Neugestalt der Familie
0021Herbeck’s zur Verfügung gestellt hat. Mehr als Einmal,
0022wenn die Zeit drängte, erbat sich Herbeck Herrn Kremser 
0023als Mitarbeiter beim Instrumentiren; dieser hat Her-
0024becks Vertrauen jetzt öffentlich aufs schönste gerechtfertigt.
0025Kremser machte die Herbeck’sche Bleistiftskizze in den frische-
0026sten Farben aufblühen und erzielt namentlich mit dem Ein-
0027tritt der Harfe ein brillantes Colorit. — Auf den Herbeck’schen
0028Marsch folgte eine neue, noch ungedruckte Serenade in E-dur 
0029für Orchester, von Ignaz Brüll; die Gesellschafts-Concerte
0030lassen es, wie man sieht, an interessanten Novitäten nicht
0031fehlen. Es steckt viel Anmuthiges, Liebliches in dieser Sere-
0032nade; gleich der Anfang mit seinem Waldhorn-Thema und der
0033geistreich wechselnden Harmonisirung des viermal wiederhol-
0034ten Motivs cis, cis, gis nimmt den Hörer auf das gün-
0035stigste ein. Der zweite Satz ist ein Marsch in A-dur, dessen
0036Trio — ein neckisches Triolenspiel von drei Flöten in stak-
0037kirten Accorden — den gefälligsten Eindruck macht. Auch
0038der dritte und letzte Satz mit seiner nicht gerade neuen, aber
0039heiteren Hirtenflöten-Poesie fesselt uns in einzelnen glücklichen
0040Momenten. Dennoch wirkt das Ganze ohne Frage monoton; 
0041der anfangs erfreut aufhorchende Hörer wird im Verlaufe
0042des Stückes zerstreut, gegen den Schluß wol auch ein bischen
0043theilnahmslos. Es fehlt der Composition an wirksamen
0044Gegensätzen. Die hübsch erfundenen Themen gefallen sich zu
0045lange in bequemer, homophoner Fortsetzung, das Ohr
0046schmachtet nach ihrer contrapunktischen Verarbeitung, nach
0047variirender Umgestaltung, nach polyphoner Fülle. Man
0048möchte dem begabten Componisten, wo es gar zu glatt und
0049einfach hergeht, zurufen: Nimm doch einmal recht energisch
0050dein Wissen und Können zusammen, geh’ ernsthaft ins Zeug
0051und zeige, was Alles in deinen hübschen Themen steckt! Auch
0052bezüglich ihrer Instrumentirung verdiente Brüll’s Serenade 
0053vor dem Stich noch eine Revision; ein seltsam dünner, ein-
0054färbiger Ton herrscht fast das ganze Stück hindurch; selten
0055labt uns der volle gesunde Orchesterklang. Die Novität fand
0056sehr lebhaften Beifall. — Hierauf spielte Herr Joseph
0057Hellmesberger Sohn Sebastian Bach’s Violin-Concert 
0058in A-moll. Dieser talentvolle junge Mann entwickelte sich früh-
0059zeitig unter den Augen seines trefflichen Vaters, der ihn bald zum
0060Secundarius in seinen Quartetten machte, um ihm jetzt, wie
0061es scheint, definitiv das Scepter des Solo- und Concert-
0062spiels zu übergeben. Vor Jahr und Tag haben wir an dieser
0063Stelle unser lebhaftes Bedauern darüber ausgesprochen, daß
0064Vater Hellmesberger sich als Solospieler und als Lehrer so
0065früh zurückgezogen hat. In keinem dieser beiden Wirkungs-
0066kreise, am wenigsten in dem pädagogischen, ist er derzeit durch
0067seinen Sohn ersetzt. Ein noch sehr junger Mensch wird jeden-
0068falls leichter als Concertspieler seinen Platz ausfüllen, denn
0069als Lehrer. Die plötzliche Ernennung des jungen Herrn
0070Hellmesberger zum Professor am Wiener Conservatorium,
0071an die Stelle seines Vaters, hat bekanntlich in Musik-
0072kreisen einiges Aufsehen erregt, das durch seine gleich-
0073zeitige rapide Carrière in der kaiserlichen Hofcapelle und
0074dem Hofopern-Orchester sich bis zur Verwunderung steigerte.
0075Hat man doch bisher, bei aller Werthschätzung des Talents,
0076auch noch eine gewisse Reife der Künstlerschaft und des
0077Charakters von einem ersten Professor am Wiener Conser-
0078vatorium verlangt. Die Verantwortlichkeit für die dreifache
0079Krönung des jungen Geigerkönigs trifft natürlich nicht ihn
0080selbst, sondern seine ungeduldigen Genitoren und Protectoren;
0081wenn diese auf die ebenso frühzeitige Carrière des älteren
0082Hellmesberger sich berufen, so übersehen sie wahrscheinlich den
0083Unterschied zwischen den Leistungen des Sohnes und dem, 
0084was sein Vater in gleichem Alter gekannt und geleistet hat.
0085Betreffend den Vortrag des Bach’schen Violin-Concerts, so
0086constatiren wir mit Vergnügen, daß Herr Hellmesberger jun.
0087damit einen entschiedenen großen Erfolg errang. Er spielte
0088vor Allem rein, makellos rein und correct — für uns die
0089erste und unentbehrlichste Tugend jedes Geigers. Auch der
0090gesunde, wenngleich nicht große Ton, die flinke Gewandtheit
0091der linken Hand und die Leichtigkeit der Bogenführung fielen
0092sehr günstig auf. Den Vortrag charakterisirte unaffectirter
0093musikalischer Ausdruck. Daß das Concert ein weit bedeuten-
0094deres Pathos und feinere Empfindung zuläßt, wird Jeder-
0095mann einräumen, der es von Hellmesberger Vater oder
0096von Joachim gehört. Was dem Vortrage des jungen Herrn
0097Hellmesberger noch fehlt, ist die innere Freiheit und Be-
0098seelung. Hoffentlich wird die Zeit, die ihm so Vieles rascher
0099als Anderen gegeben, auch mit dem noch Fehlenden nicht
0100zurückbleiben.


0101Nach Sebastian Bach erschien auf dem Programm des
0102Gesellschafts-Concertes ein majestätischer, außerordentlich sel-
0103tener Gast: Palestrina mit seinem zweichörigen „Stabat
0104mater“. Von allen musikgeschichtlichen Größen ersten Ranges,
0105von allen reformatorischen und grundlegenden Meistern ist
0106Palestrina der dem Publicum am wenigsten bekannte. Selbst
0107in den Concerten großer Chor-Institute erscheint nur sehr
0108selten ein Werk von ihm, und dann mischt sich in den all-
0109gemeinen Eindruck leicht das Befremdende zu dem Erbau-
0110lichen. Sehr natürlich, denn Palestrina’s geistliche Musik
0111hängt inniger als jede andere an der Kirche; herausgenom-
0112men aus diesem heiligen Boden, beraubt all des poetisch-
0113mystischen Zaubers des katholischen Gottesdienstes, rein als
0114Musik gehört, vermag sie kaum einen lebendigen Zusammen-
0115hang mit der Jetztzeit zu finden. Von der eigentlichen, spe-
0116cifischen Wirkung der Palestrina-Musik gibt die beste Concert-
0117Aufführung nur ein schwaches, wenn nicht schiefes Abbild.
0118Steht auch der Gegenstand zweifellos vor unseren Augen, es
0119fehlt die unumgängliche, einzig richtige Beleuchtung. Denken
0120wir uns eine von Kerzenschimmer matt erleuchtete Kirche, die
0121beiden Chöre rechts und links vom Hochaltar, oben, ein-
0122ander gegenüber postirt, unsichtbar; ihre in reinen Ac-
0123corden ätherisch zusammenklingenden Stimmen, bald unmerk-
0124lich schwellend, bald absterbend, umgeben uns wie ein
0125gestaltloses Element, wie leichter Weihrauchduft. Wir hören
0126eine süß-ernste, fremdartige Musik, deren Einzelheiten wir [2]
0127uns nicht zum Bewußtsein führen; das Ganze aber ergreift,
0128erhebt, verklärt uns. So wirkt Palestrina in der Kirche, vor
0129Allem in Rom, wo die unnachahmliche Kunst der päpstlichen
0130Sänger gerade diesen auf reinstem Zusammenklang beruhen-
0131den Chören die höchste Wirkung verleiht. Im Concertsaal
0132verlangen solche Compositionen stets die nachhelfende Arbeit
0133der Phantasie, die sich bemühen muß, die rechte Wirkung
0134sich vorzustellen. Trotz dieser Bemühungen wird der
0135Hörer bald inne, daß Palestrina’s Musik, rein als solche,
0136als musikalische Composition betrachtet, uns beinahe Alles
0137das schuldig bleibt, was wir musikalische Erfindung nennen.
0138Die Musik lag damals, so sehr sie nach einer Seite, der
0139künstlich polyphonen, ausgebildet war, doch als schöne Kunst
0140in ihren Anfängen; Elemente, die uns seit Bach, Händel 
0141und Mozart unentbehrlich, fast untrennbar von dem Begriff
0142Musik sind, fehlten ihr noch zu Palestrina’s Zeit. Es kostet
0143uns Modernen deßhalb eine gewisse Anstrengung, ihm als
0144einem großen Componisten, als einem originalen musikalischen
0145Erfinder nicht blos nachzubeten, sondern zu empfinden.
0146Berlioz schreibt aus Rom, wo er doch Gelegenheit hatte,
0147Vieles von Palestrina zu hören: „On peut bien admettre
0148que le goût et une certaine science aient guidé ce mu-
0149sicien (Palestrina); mais le génie? allons donc, c’est
0150une plaisanterie.“


0151Wodurch gerade das „Stabat mater“ eine so vorzugs-
0152weise Berühmtheit unter Palestrina’s Werken erlangt hat,
0153ist uns nicht ganz klar. Man findet unter den Motetten
0154dieses enorm fruchtbaren Meisters viele, die bei demselben
0155Klangzauber reiner Dreiklang-Harmonien mehr thematischen
0156Reiz besitzen, als das „Stabat“, und überdies den großen
0157praktischen Vorzug, nicht so lang zu sein. Palestrina’s
0158Stabat mater“ wird im Concertsaal immer ermüden. In
0159Wien wurde es vor Jahren von der Sing-Akademie sehr
0160mangelhaft aufgeführt, vom Singvereine bisher gar nicht.
0161Weit mehr vertraut ist unser Publicum mit dem „Stabat
0162mater“ von Pergolese, vollends mit dem Rossini’s!
0163Die Vorstellung, die mancher Hörer von diesen Werken mit-
0164bringt, lassen ihm Palestrina’s Composition wol unver-
0165ständlich erscheinen. Welche tiefe Kluft zwischen diesen Com-
0166positionen desselben Kirchenliedes! Pergolese’s berühmtes
0167Stabat mater“ (für Frauenstimmen mit Begleitung von Streich-
0168Instrumenten) ist beinahe 200 Jahre jünger als das von Pale-
0169strina; zwischen beiden liegt die Periode der gewaltigsten musi-
0170kalischen Revolution, die Einführung der Oper u. s. w. Pergolese 
0171faßt das erzählende Gedicht schon dramatisch auf, bringt in
0172den einzelnen Absätzen verschiedene Stimmungen zum Aus-
0173druck. Rossini’sStabat mater“ hat von Kirchenmusik nur
0174mehr die Worte, componirt sind sie im effectvollsten Opernstyl.
0175Bei Palestrina schweigt noch jede Ahnung einer dramatischen
0176Musik, es schweigt die leiseste Regung von Leidenschaft, Sinn-
0177lichkeit, Sentimentalität — Alles ist Frömmigkeit, Ruhe, An-
0178dacht. Das Ideal reiner Kirchenmusik — einer solchen näm-
0179lich, welche die gottesdienstliche Andacht nur unterstützen, nicht
0180durch ihre eigene künstlerische Schönheit den Hörer abziehen
0181und ergötzen will. Für die Kirche wird jene Musik stets die
0182beste sein, die man gar nicht als solche merkt. Eine nicht
0183blos notengetreue, sondern wirksame, den römischen Tradi-
0184tionen entsprechende Aufführung von Palestrina’s „Stabat“
0185gehört zu den allerschwierigsten Aufgaben. Diese Schwierig-
0186keiten einigermaßen zu mildern, dem Dirigenten gleichsam
0187eine festere Handhabe zu geben, hat Richard Wagner 
0188versucht, als er vor mehr als dreißig Jahren Palestrina’s
0189Stabat“ zum Gebrauch der königlichen Hofcapelle in
0190Dresden mit Vortragszeichen versah. Diese „Einrichtung“
0191(die übrigens keine Note Palestrina’s antastet) ist jetzt im
0192Stich erschienen und wurde auch von Herrn Kremser im
0193letzten Gesellschafts-Concert benützt. Das Wichtigste daran
0194ist, daß Wagner jeden der beiden Chöre, die Pa-
0195lestrina einander gegenüberstellt, wieder nach Bedarf
0196in zwei Halbchöre und ein Solo-Quartett unterabtheilt.
0197Es werden also in Wagner’s Einrichtung einzelne Stellen
0198(gleich anfangs die berühmte Dreiklangfolge A-dur, G-dur,
0199F-dur) nur von einem Soloquartett gesungen; andere Stel-
0200len von der Hälfte des einen oder andern Chors, noch an-
0201dere von allen Sängern. Wagner, der Meister des Klang-
0202Effects, hat durch diese Abstufung ohne Zweifel eine reichere
0203Schattirung des Piano und Forte, des Crescendo und
0204Decrescendo erzielt, und die Gesangvereine können ihm für
0205seine Arbeit nur dankbar sein. Dem Geist des Originals
0206entspricht der Wechsel von Solo-Quartett und Chor streng-
0207genommen ebensowenig, wie die von Wagner so gern ver-
0208wendete Bezeichnung „sehr ausdrucksvoll“. Der großen römi-
0209schen Kirchenmusik des sechzehnten Jahrhunderts lag die Ten-
0210denz fern, einzelne Stellen vom Sänger „sehr ausdrucks-
0211voll“ hervorheben zu lassen.


0212Die Aufführung des „Stabat“ von Palestrina zeugte
0213von dem gewissenhaften Studium, das Herr Kremser 
0214und der „Singverein“ darauf verwendet hatten. Das 
0215Resultat entsprach billigen Anforderungen; nur wer von
0216den Schwierigkeiten dieses Chorsatzes keine Vorstellung hat
0217könnte Vollkommenheit bis zum letzten Tact erwarten. Der
0218Dirigent, Herr Kremser, wurde nach dem „Stabat“ wie-
0219derholt gerufen. Den — leider etwas späten — Schluß des
0220Concertes bildete Mozart’s lange nicht gehörte, blühend
0221schöne Symphonie in Es-dur.


0222Am Samstag Abends concertirte Carlotta Patti 
0223im Ringtheater. Die riesige Aufschrift „Patti-Concert“ rief
0224uns ein glänzendes Intermezzo des Wiener Concertlebens
0225ins Gedächtniß. Es sind vierzehn Jahre her, daß Carlotta
0226Patti zum erstenmale in Wien concertirte, mit jener Neu-
0227gier erwartet und mit jener Wärme begrüßt, die man einer
0228Schwester Adelina’s schuldete. B. Ullmann, dieser Moltke 
0229der Concertfeldzüge, hatte den Kriegsplan meisterlich entworfen;
0230Carlotta kam, nicht nur mit allem Reiz der Neuheit, sondern
0231auch begleitet von einem Häuflein berühmter Virtuosen, die
0232eigens für die Patti-Concerte engagirt waren: Vieuxtemps,
0233Willmers, Jaëll, Piatti, die Sänger Roger und
0234Ronconi etc. Carlotta’s Gesang konnte weder rühren noch
0235begeistern, aber er interessirte und ergötzte in nicht gewöhn-
0236lichem Maß. Ihre Leistungen, sowie die Stimme selbst — der
0237höchste Sopran, den wir je gehört — und der Vortrag waren
0238musikalische Raritäten. Diese gehören aber leider nicht zu den
0239dauerhaftesten Dingen. Die Stimme der Carlotta war niemals
0240groß, trotzdem fand die Zeit noch etwas daran zu nagen.
0241Da die Sängerin obendrein indisponirt war, so konnte sie
0242mit dem Vortrag ihrer längst bekannten Paradestückchen
0243Echolied“ von Eckert, „La Calesera“, Bolero von Verdi etc.,
0244unmöglich denselben Erfolg erzielen, wie einstens im Diana-
0245saal. Bewunderung verdient ihre glänzende Kunstfertigkeit
0246noch immer, doch können wir nicht leugnen, daß unser Bei-
0247fall diesmal eine kleine Beimischung von aufrichtigem Mitge-
0248fühl hatte. Auf dem ganzen Concert drückte überdies mit
0249der ihm eigenen Traurigkeit der Genius loci des Ringtheaters,
0250unter dessen Schirm und Schutz nichts recht Frisches und
0251Lustiges gedeihen will. Darunter litten auch die Productionen
0252der drei Virtuosen: Grün (Violine), de Munck (Cello)
0253und Löwenberg (Piano), welche demungeachtet ihr Bestes
0254zu leisten versuchten und reichlichen Beifall ernteten. Daß
0255Carlotta Patti nicht nur stürmischen Applaus, sondern
0256auch Blumen und Lorbeerkränze einheimste, constatiren wir
0257mit Vergnügen; das Wiener Publicum hatte die Carlotta 
0258vom Jahre 1865 nicht vergessen.