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Neue Freie Presse
Morgenblatt
Nr. 5526. Wien, Freitag, den 16. Januar 1880

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Concerte und Opern.


0002Ed. H. Der Fasching scheint in diesem Jahre die
0003Concertfluth eher anzuschwellen, als abzuleiten, wie das sonst
0004seine löbliche Gewohnheit war. Der Anblick manches halb-
0005leeren oder ausverschenkten Concertsaales in diesen Tagen
0006drängt uns unwillkürlich zu einem wohlmeinenden Abwinken
0007allzu zahlreicher Virtuosen zweiten, dritten oder noch be-
0008scheideneren Ranges. Den glänzendsten Erfolg hatten die
0009Philharmoniker zu verzeichnen mit ihrem „Außer-
0010ordentlichen Concert“ am Heiligen-Dreikönigstag. Nur drei
0011Nummern auf dem Programm, von Mendelssohn,
0012Weber und Beethoven; ein wahres Dreikönigs-Concert.
0013Auf die Ouvertüre zu „Euryanthe“ folgte Mendelssohn’s
0014Violin-Concert, unter beispiellosem Applaus gespielt von
0015Sarasate, und hierauf die gewaltigste aller Schluß-
0016nummern: Beethoven’s Neunte Symphonie. Die vom Hof-
0017capellmeister Richter geleitete Aufführung der Symphonie 
0018vereinte das philharmonische Orchester und den „Singverein“
0019unserer Gesellschaft der Musikfreunde. Im Schoße der
0020letzteren blieb aus dieser würdigen Aufführung leider eine
0021ungelöste Dissonanz zurück. Die Gesellschafts-Direction wollte
0022die Mitwirkung des Singvereins in einem Philharmonischen
0023Concert nicht gestatten; der Singverein nahm trotzdem die
0024Einladung der Philharmoniker an. Wir können in diesem
0025Streit nicht umhin, die Mitglieder des Singvereins für die
0026wahren „Musikfreunde“ zu halten. Sie haben in idealem
0027Sinne gehandelt und ein rühmliches Beispiel gegeben, daß, wo
0028große Kunstzwecke in Frage stehen, es keine kleinlichen
0029Bedenken geben darf. Die Idee, welche Beethoven in seiner
0030Neunten Symphonie verwirklichte, die Vereinigung des
0031Höchsten in der Instrumental-Musik mit dem Höchsten in
0032der Vocalmusik, sie sollte in unserer jüngsten Aufführung
0033ihr lebendiges Abbild erhalten: Zusammenwirken des besten
0034Orchesters mit dem besten Chor in Wien. Und so wie nur
0035das philharmonische Orchester den Symphoniesätzen, so ist
0036in Wien nur der Singverein dem Schlußchor der „Neunten“
0037völlig gewachsen. Noblesse oblige; der Singverein hat vom
0038Standpunkte der Kunst lediglich seine Pflicht gethan, und
0039auf einem andern braucht er nicht zu stehen. Alle Räume
0040des großen Musikvereinssaales waren überfüllt bei diesem
0041Concert: daß sie es auch schon bei der Probe waren, 
0042dünkt uns ein noch schönerer Beweis für die echte Musik-
0043liebe der Wiener. Die Philharmoniker hatten löblicherweise
0044den Besuch der Generalprobe gegen ein mäßiges Eintritts-
0045geld allgemein gestattet; an 2000 Personen machten davon
0046Gebrauch. Diese Zweitausend in der Probe, sie sind die
0047wahre Probe unseres ernsten Musiksinnes. Zu einer Probe
0048kommt man nicht, um gesehen zu werden, um dagewesen
0049zu sein; im Concert selbst soll dies mitunter vorkommen.
0050Die Philharmonischen Concerte sind bekanntlich Mode. Das
0051ist ein Glück, welches nicht immer und überall dem Ver-
0052dienste secundirt. Unter der Leitung des vortrefflichen, viel-
0053betrauerten Eckert waren die Philharmonischen Concerte
0054sehr gut ausgeführt und sehr schlecht besucht. Erst unter
0055Dessoff wurden sie Mode und sind es unter Hanns
0056Richter
geblieben. Der Andrang der Abonnenten nimmt
0057zu und darüber weit hinaus die Zahl betrübter Bewerber,
0058die keinen Sitz mehr erringen können. Diesen zuliebe und den
0059Philharmonikern zum Nutzen machten wir vor mehreren
0060Jahren den Vorschlag, den Zutritt zur letzten Concertprobe
0061gegen halbes Entrée zu gestatten, wie dies in vielen Städten,
0062am längsten in London, der Brauch ist. Einer großen An-
0063zahl dankbarer, aufrichtiger — und eben darum nicht stören-
0064der — Musikfreunde würde dadurch ein schwer entbehrter
0065Genuß vergönnt. Unser Vorschlag fand damals keine Beach-
0066tung; jetzt haben die Philharmoniker ihn dennoch für einen
0067einzelnen Fall acceptirt, und zwar mit dem denkbar besten
0068Erfolge. Sollte, was für die Neunte Symphonie galt, nicht
0069auch für die Siebente oder Achte, nicht auch für alle philhar-
0070monischen Concerte gelten?


0071Zwei glänzende Concerte gab der Violin-Virtuose Herr
0072Pablo Sarasate. Es gibt wenige Geiger, denen man
0073mit so ungetrübtem Vergnügen zuhört, wie diesem Spanier.
0074Sein Ton ist unvergleichlich, nicht machtvoll oder tief
0075ergreifend, aber von bezaubernder Süßigkeit. Die unfehlbare
0076Sicherheit des Spielers gibt diesem Genuß erst das rechte
0077Behagen. Sobald er den Bogen ansetzt an seinen herrlichen
0078Straduarius, ergießt ein Strom von Wohllaut sich in das
0079unbesorgte Ohr. Die Schönheit des reinen Tones ist und
0080bleibt für uns das Erste im Violinspiel — und doch ist
0081es leider nicht das Häufigste! Wie überdrüssig sind wir der
0082frechen und unreinlichen Bravour so mancher Geigen-
0083Virtuosen! Sarasate’s Virtuosität glänzt, erfreut, über-
0084rascht fortwährend. Nicht daß er die größten Schwierigkeiten
0085spielt, zeichnet ihn so sehr aus, sondern daß er mit ihnen spielt. 
0086Wer hat je einen leichteren Bogen, ein gleichmäßiger perlen-
0087des Staccato erlebt, als in Sarasate’s Vortrag der Ries’-
0088schen „Suite“? Wir haben dieses Stück, das Finale na-
0089mentlich (Perpetuum mobile), bereits vor zwei Jahren
0090wiederholt von Sarasate gehört, gleich vielen anderen Num-
0091mern seines diesjährigen Programms: Ballade und Polo-
0092naise von Vieuxtemps, Concertstück von Saint-
0093Saëns
u. A. Neu war uns eine „Andalusische Romanze“
0094und eine Reihe „Spanischer Tänze“, welche durch ihr echt
0095nationales Gepräge interessiren und durch Sarasate’s vir-
0096tuose Ausschmückung blenden. In der „Romanze“ gefiel der
0097hübsche Effect eines fortgesetzten, das Guitarre-Accompagne-
0098ment nachahmenden Pizzicato, dem sich die mit dem Bogen
0099gestrichene Melodie graziös beigesellt. Von unfehlbar popu-
0100lärer Wirkung, doch keineswegs von bestem Geschmack sind
0101mehrere hier von Sarasate angebrachte kindische Spielereien,
0102die an Ernst’s bekannte Scherze im „Carneval von Venedig“
0103erinnern: Kreischen und Schnarren auf der G-Saite un-
0104mittelbar abwechselnd mit winselnden höchsten Tönen, grelle
0105Flageoletpfiffe, Striche unter dem Steg u. dgl. Sarasate 
0106wurde während des ganzen Abends mit Beifall überhäuft;
0107dasselbe soll in seinem zweiten Concerte der Fall gewesen
0108sein, das wir leider der gleichzeitigen italienischen Opern-
0109vorstellung aufopfern mußten. Die Pausen zwischen Sara-
0110sate’s Productionen wurden von Frau Ida Gaßebner 
0111ausgefüllt, welche mit einigen (nicht glücklich gewählten)
0112Liedern sich lebhaften Beifall ersang.


0113Herr Xaver Scharwenka erfreute uns mit einem
0114Abendconcerte im großen Musikvereinssaale. Es fand, so
0115wie Sarasate’s Concert, um sieben Uhr statt, was
0116wir mit dem Wunsche erwähnen, daß man wieder bei dieser
0117bequemeren Concertstunde verbleiben möchte. Der ungleiche
0118Anfang unserer Abendconcerte, bald 7, bald halb 8 Uhr, hat
0119in jüngster Zeit manche Confusion hervorgerufen. Der Be-
0120ginn um 7 Uhr empfiehlt sich schon wegen seiner Ueberein-
0121stimmung mit der Theaterstunde; überdies wird in Wien 
0122bekanntlich mit keinem Abendconcert pünktlich begonnen; durch
0123das Zuspätkommen so vieler Besucher, die alle durch eine
0124einzige Thür herein müssen, verzögert sich der Anfang fast
0125regelmäßig um ein halbes Stündchen. Die Gefahr eines zu
0126frühen Concert-Endes scheint uns daher keineswegs so drohend;
0127im schlimmsten Falle wäre selbst das Unglück, etwas früher
0128an die frische Luft zu kommen, zu ertragen. Herr Schar-
0129wenka
wiederholte sein im „Philharmonischen Concert“ so [2]
0130enthusiastisch aufgenommenes B-moll-Concert. Wenn diesmal
0131der Beifall kürzer und gedämpfter klang, so lag das keines-
0132wegs an dem trefflichen Virtuosen; er spielte nicht anders
0133als im „Philharmonischen Concert“, aber das Orchester
0134sowol als das Publicum waren ein anderes. Von eigenen
0135Compositionen gab uns Herr Scharwenka eine sehr
0136brillante „Staccato-Etüde“ und ein „Thema mit Varia-
0137tionen“ (Op. 48) zu hören. Letztere Composition,
0138welche das Studium Brahms’scher Variationen verräth,
0139macht ernstere, größere Ansprüche, trotzdem geringere Wir-
0140kung als jene bescheidene Etüde. In vielseitiger Verände-
0141rungs- und Verwandlungskunst erweist sich der Componist
0142geschickt, ja stellenweise geistreich, doch scheint uns das Thema
0143nicht eben prägnant oder anziehend, auch ist es nicht einfach
0144genug harmonisirt, um sich dem Hörer einzuprägen. Die
0145Melodie des Themas soll anfangs so plastisch als möglich
0146hingestellt sein, damit wir sie in ihren verschiedenartigsten
0147späteren Verkleidungen und Bewegungen wiedererkennen und
0148von diesem allmälig reicheren harmonischen Schmuck noch
0149überrascht werden. Als eminenter Pianist bewährte sich Herr
0150Scharwenka nicht blos in seinen eigenen, sondern auch in
0151Compositionen von Liszt (Mélodie russe), Schumann 
0152(Nachtstück, F-dur) und Chopin (Phantasie Op. 49). Im
0153Vortrag der Chopin’schen Phantasie konnte man höchstens
0154„Genialität“ vermissen, dafür blieben wir auch befreit von
0155jener krankhaft exaltirten und affectirten Vortragsweise, vor
0156der wir zittern, so oft wir „Chopin“ auf dem Programm
0157jugendlicher Pianisten oder gar Pianistinnen lesen. Scharwenka 
0158spielte mit feiner Empfindung, dabei doch musikalisch klar, maß-
0159voll und — so weit krankhafte Composition es zuläßt — gesund.
0160Es schlotterte nicht Alles in dem beliebten „Tempo-rubato“-
0161Taumel, der so oft gerade die anmuthigsten Züge Chopin’scher
0162Musik verschlingt. Ob dieses Uebel abnehmen oder noch wachsen
0163wird mit der ungeheuren Verbreitung, welcher Chopin durch
0164die zahlreichen neuen Ausgaben entgegengeht? Es ist bekannt-
0165lich jetzt, dreißig Jahre nach Chopin’s Tode, der Zeitpunkt
0166eingetreten, da jeder Verleger Chopin’s Werke beliebig drucken
0167und nachdrucken darf. Das ist leicht gethan, aber nicht eben
0168so leicht ist die Herstellung des richtigen, authentischen Textes.
0169Wir hatten Chopin’sche Manuscripte in Händen, wo durch
0170Undeutlichkeit der Schrift, noch mehr durch Auslassungen und
0171offenbare Schreibfehler der Sinn mancher Note, manches
0172Accords zweifelhaft und verschiedenen Auslegungen gleich zu-
0173gänglich ist. Auch hat Chopin selbst nachträgliche Verände-
0174rungen vorgenommen, wie er z. B. in Paris gestochene Com-
0175positionen später einem deutschen Verleger übergab. Von den
0176verschiedenen neuen Gesammt-Ausgaben Chopin’s behauptet
0177wol den ersten Rang die von Breitkopf und Härtel,
0178welche sich in Format und Ausstattung an die Gesammt-
0179Ausgaben von Beethoven, Mendelssohn, Schumann an-
0180schließt und mit ihnen wetteifert in typographischer Schön-
0181heit und Genauigkeit. Ihr zunächst erscheint die Fr. Kist-
0182ner
’sche Ausgabe empfehlenswerth, nicht blos durch große
0183Billigkeit, sondern auch durch den Namen des Redacteurs
0184Karl Mikuli, der als trefflicher Musiker und Schüler
0185Chopin’s unser volles Vertrauen in diesem Fache verdient.
0186Herrn Scharwenka’s Concert erhielt eine erfreuliche Beigabe
0187durch den Gesang von Fräulein Rachel Büchler, deren
0188reizende Behandlung der Kopfstimme und feiner Vortrag in
0189drei persischen (für europäische Ohren häufig allzu persischen)
0190Liedern von Rubinstein sich geltend machen konnte.


0191Es ist uns mit den jüngsten Concerten natürlich wieder
0192ergangen, wie eifrigen A vista-Spielern mit allzu vielen
0193gleichzeitigen schnellen Noten, von denen stets einige unter
0194das Clavier fallen. Wir haben mehrere Concerte nicht ge-
0195hört, aber doch von ihnen gehört, und dürfen nicht ver-
0196schweigen, daß die Production der Schülerinnen von Frau
0197Pessiak den bewährten guten Ruf dieser Gesanglehrerin
0198abermals erneuerte, sodann daß Herr Joseph Labor sich
0199Sonntags im großen Musikvereinssaale als ebenso gediegener
0200Virtuose auf der Orgel wie auf dem Clavier bewährt hat.
0201Den Violinspieler Herrn Franz Liedl aus Pest bezeichnet
0202man uns als einen tüchtigen Schüler unseres Jacob Dont,
0203der auch mit einem Streichquartett auf Herrn Liedl’s Pro-
0204gramm stand. Wir kennen von Dont nur seine berühmten
0205Violin-Etüden und seinen „Gradus ad parnassum“ (Leipzig,
0206bei F. C. Leuckart) — Studienwerke, die von Meistern des
0207Violinspiels, wie Jean Becker, Edmund Singer, Rap-
0208poldi
, Heckmann, vor Allem aber von Joseph Joachim,
0209hochgeschätzt und auf das wärmste empfohlen sind. Joachim 
0210hat die Dont’schen Etüden an der Berliner Musik-Hoch-
0211schule eingeführt — eine Ehre, die ihnen freilich nicht in
0212Wien zu Theil wurde, wo ihr hochverdienter Autor, ein
0213echter „Prophet im Vaterlande“, seine Thätigkeit nur pri-
0214vatim, gleichsam con sordini entfalten darf.


0215Adelina Patti hat ihr diesjähriges kurzes Gastspiel
0216in Wien mit Traviata und Lucia eröffnet. Es erübrigt
0217uns heute nur wenig Raum für die Besprechung dieser beiden 
0218Rollen. Braucht es aber vieler Worte, um zu melden, daß
0219die Patti auch diesmal das unverminderte Entzücken des
0220Publicums hervorgerufen und Außerordentliches geleistet hat?
0221Sie ist noch immer an Schönheit der Stimme, an musika-
0222lisch vollendetem Vortrag und unübertroffener Virtuosität die
0223erste lebende Sängerin. Soweit unsere Kenntniß der franzö-
0224sischen, deutschen und italienischen Primadonnen reicht, dürfte
0225es heute so wenig als vor zehn Jahren einer von ihnen
0226beifallen, sich als Lucia oder Traviata mit der Patti zu ver-
0227gleichen. Es sind achtzehn Jahre her, seit wir die Patti in
0228London zum erstenmale als Lucia gesehen. Die zarte, unent-
0229wickelte Erscheinung, das kindlich unbefangene Wesen der
0230jungen Sängerin übte damals einen eigenartigen Reiz, den
0231ein so langer Zeitverlauf natürlich nicht unberührt
0232lassen konnte. Gestalt und Gesichtsausdruck athmen
0233nicht mehr die herbe Kindlichkeit von damals, und der
0234ausgelassene Uebermuth, mit dem die Kleine einst ihre
0235Tonraketen in die Lüfte schleuderte, ist bewußter, sicherer
0236Meisterschaft gewichen. Aber die Stimme dünkt uns jetzt
0237schöner als vor achtzehn Jahren, wo ihr Timbre etwas Un-
0238reifes, Herbes hatte und ihre jetzt so klangvolle Tiefe schwach
0239und wirkungslos war. Wenn wir die jetzigen Leistungen der
0240Patti mit ihren letzten am Hofoperntheater (1877) ver-
0241gleichen, so finden wir allerdings etwas, das ihr jetzt ab-
0242geht: das Hofoperntheater. Es ist für den echten Kunstgenuß
0243nicht gleichgiltig, ob dieselbe große Künstlerin von einem
0244durchaus tüchtigen, theilweise ausgezeichneten Personal, von
0245einem trefflichen Orchester und Chor secundirt werde, oder
0246ob dies Alles eben nur in dem Nothdürftigsten besteht. Es
0247ist nicht gleichgiltig für den dramatischen Eindruck, ob sie
0248auf einer reich und künstlerisch ausgestatteten Scene sich be-
0249wege, oder inmitten von Costümen und Decorationen, so
0250ärmlich wie jene zu „Lucia“ und „Traviata“ im Ring-
0251theater. Auch das Bedauern, die Patti immer nur in
0252denselben stereotypen Rollen zu hören, verhehlen wir heute
0253so wenig wie vor drei und vor sechs Jahren. Es hängt
0254diese Stabilität mit der versiegenden dramatischen Production
0255und dem unleugbaren, seit lange sich vollziehenden Nieder-
0256gang der italienischen Oper enge zusammen. Das Publicum,
0257welches in „Lucia“ und „Traviata“ alle Räume des Thea-
0258ters füllte, hat sich von diesen Wünschen unbeirrt gezeigt
0259und in beiden Rollen die große Sängerin mit Applaus,
0260zahllosen Hervorrufen und reichen Blumenspenden so enthu-
0261siastisch gefeiert, wie nur jemals zuvor.